Die Chenab‐Brücke – Stahlbogenbau unter extremen Randbedingungen

Abstrakt Die Chenab‐Brücke ist ein herausragendes Beispiel für den Stahlbogenbrückenbau unter extremen topografischen, klimatischen und logistischen Randbedingungen. Mit einer Bogenstützweite von 467 m überführt sie die Neubaustrecke des Udhampur–Srinagar–Baramulla Rail Link in 362 m Höhe über den Fluss Chenab und ist damit die weltweit höchste Eisenbahnbrücke. Der Beitrag beschreibt die Chenab‐Brücke als ausgeführtes Bauwerk aus Sicht der statisch‐konstruktiven Planung und der Bauausführung. Im Fokus stehen die aus den Randbedingungen abgeleitete Systemwahl, die statischen Berechnungsmodelle sowie die konstruktive Durchbildung von Bogen, Pfeilern und Überbau. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den projektspezifischen Lösungen für Fertigung, Logistik und Montage, einschließlich Freivorbau des Bogens, temporärer Abspannsysteme und des Taktschiebens des Überbaus. Die Realisierung der Brücke ist das Ergebnis einer engen Verzahnung von Entwurf und Ausführung. Die dabei gewonnenen Erfahrungen leisten einen nachhaltigen Beitrag zur Weiterentwicklung des Brückenbaus in infrastrukturell anspruchsvollen Regionen.

Authors

Publication Details

Journal
Stahlbau
Published
2026-01-29
DOI
https://doi.org/10.1002/stab.70085
Primary Topic
Civil and Structural Engineering Research
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
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Die Chenab‐Brücke – Stahlbogenbau unter extremen Randbedingungen

Kilian Karius, Michael Müller
Stahlbau
Civil and Structural Engineering Research
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Die Chenab‐Brücke – Stahlbogenbau unter extremen Randbedingungen

Kilian Karius, Michael Müller
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Abstract

Abstrakt Die Chenab‐Brücke ist ein herausragendes Beispiel für den Stahlbogenbrückenbau unter extremen topografischen, klimatischen und logistischen Randbedingungen. Mit einer Bogenstützweite von 467 m überführt sie die Neubaustrecke des Udhampur–Srinagar–Baramulla Rail Link in 362 m Höhe über den Fluss Chenab und ist damit die weltweit höchste Eisenbahnbrücke. Der Beitrag beschreibt die Chenab‐Brücke als ausgeführtes Bauwerk aus Sicht der statisch‐konstruktiven Planung und der Bauausführung. Im Fokus stehen die aus den Randbedingungen abgeleitete Systemwahl, die statischen Berechnungsmodelle sowie die konstruktive Durchbildung von Bogen, Pfeilern und Überbau. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den projektspezifischen Lösungen für Fertigung, Logistik und Montage, einschließlich Freivorbau des Bogens, temporärer Abspannsysteme und des Taktschiebens des Überbaus. Die Realisierung der Brücke ist das Ergebnis einer engen Verzahnung von Entwurf und Ausführung. Die dabei gewonnenen Erfahrungen leisten einen nachhaltigen Beitrag zur Weiterentwicklung des Brückenbaus in infrastrukturell anspruchsvollen Regionen.

StahlbauVol. 95(2)
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