Hintergrund der neuen Schadensäquivalenzfaktoren für den Ermüdungsnachweis von Straßenbrücken

Abstrakt Der Nachweis der Ermüdungssicherheit wird bei der Bemessung von Stahl‐ und Stahlverbundbrücken auf Grundlage des ELM 3 nach DIN EN 1991–2 in Kombination mit Schadensäquivalenzfaktoren λ nach DIN EN 1993‐2 und DIN EN 1994‐2 geführt. Die bisherige Definition der λ‐Faktoren erfolgte auf Grundlage der Untersuchungen von Merzenich und Sedlacek (1995), deren Referenz die Verkehrsdaten des Brohltahl‐ und Auxerre‐Verkehrs von 1984 sind. Im Gegensatz zur Anpassung des LM 1 sind die λ‐Faktoren des ELM 3 bis heute unverändert geblieben. Bereits absehbar ist jedoch, dass das seit Jahren steigende Schwerverkehrsaufkommen zukünftig die ursprünglichen Annahmen übersteigen wird und daher eine Überarbeitung der λ‐Faktoren unumgänglich machte. Der Artikel beschreibt die Neukalibrierung der λ‐Faktoren, die im Zuge eines Forschungsprojektes für das BMV durchgeführt wurde. Die Auswirkungen der entwickelten Vorschläge wurden an mehreren Bauwerken überprüft. Für das untergeordnete Straßennetz ermöglichen diese auch eine Reduzierung der rechnerisch anzusetzenden Ermüdungsbeanspruchung. Der Nutzen des Projektes liegt somit in der Erarbeitung sowohl zukunftssicherer als auch abgestufter Schadensäquivalenzfaktoren für den Neubau von Stahl‐ und Stahlverbundbrücken, die Bestandteil der überarbeiteten Nationalen Anhänge DIN EN 1993‐2/NA und DIN EN 1994‐2/NA werden sollen.

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Publication Details

Journal
Stahlbau
Published
2026-01-29
DOI
https://doi.org/10.1002/stab.70088
Primary Topic
Civil and Structural Engineering Research
Type
article
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Hintergrund der neuen Schadensäquivalenzfaktoren für den Ermüdungsnachweis von Straßenbrücken

Josef Karl Kraus, Karsten Geißler
Stahlbau
Civil and Structural Engineering Research
article

Hintergrund der neuen Schadensäquivalenzfaktoren für den Ermüdungsnachweis von Straßenbrücken

Josef Karl Kraus, Karsten Geißler
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Abstract

Abstrakt Der Nachweis der Ermüdungssicherheit wird bei der Bemessung von Stahl‐ und Stahlverbundbrücken auf Grundlage des ELM 3 nach DIN EN 1991–2 in Kombination mit Schadensäquivalenzfaktoren λ nach DIN EN 1993‐2 und DIN EN 1994‐2 geführt. Die bisherige Definition der λ‐Faktoren erfolgte auf Grundlage der Untersuchungen von Merzenich und Sedlacek (1995), deren Referenz die Verkehrsdaten des Brohltahl‐ und Auxerre‐Verkehrs von 1984 sind. Im Gegensatz zur Anpassung des LM 1 sind die λ‐Faktoren des ELM 3 bis heute unverändert geblieben. Bereits absehbar ist jedoch, dass das seit Jahren steigende Schwerverkehrsaufkommen zukünftig die ursprünglichen Annahmen übersteigen wird und daher eine Überarbeitung der λ‐Faktoren unumgänglich machte. Der Artikel beschreibt die Neukalibrierung der λ‐Faktoren, die im Zuge eines Forschungsprojektes für das BMV durchgeführt wurde. Die Auswirkungen der entwickelten Vorschläge wurden an mehreren Bauwerken überprüft. Für das untergeordnete Straßennetz ermöglichen diese auch eine Reduzierung der rechnerisch anzusetzenden Ermüdungsbeanspruchung. Der Nutzen des Projektes liegt somit in der Erarbeitung sowohl zukunftssicherer als auch abgestufter Schadensäquivalenzfaktoren für den Neubau von Stahl‐ und Stahlverbundbrücken, die Bestandteil der überarbeiteten Nationalen Anhänge DIN EN 1993‐2/NA und DIN EN 1994‐2/NA werden sollen.

StahlbauVol. 95(2)
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