Seeds for Change: Co-Designing a Personalized Digital Guide to Reduce Household Food Waste

Lebensmittelverschwendung in Haushalten ist nach wie vor ein globales Problem. Obwohl viele digitale Tools zur Lösung dieses Problems entwickelt wurden, sind nur wenige davon dauerhaft eingesetzt worden. In dieser Arbeit untersuche ich, wie Co-Design die Entwicklung eines praktischen Hilfsmittels zur Unterstützung von Einzelpersonen bei der Reduzierung von Lebensmittelabfällen in Haushalten fördern kann. In einem dreistufigen Designprozess habe ich eine Analyse bestehender Tools durchgeführt und Co-Design-Sessions mit vier Gruppen und insgesamt 18 Teilnehmer*innen durchgeführt. Unter ihnen waren sowohl erfahrene Lebensmittelabfallreduzierer*innen als auch Neulinge. Ziel war es, zu verstehen, wie Lebensmittelverschwendung mit dem täglichen Leben der Teilnehmenden zusammenhängt und wie sie bei der Vermeidung unterstützt werden können. Anhand einer Gartenmetapher als Leitmotiv tauschten die Teilnehmer*innen ihre Schwierigkeiten und Motivationen aus, wodurch Erkenntnisse für das Design des Tools gewonnen wurden. Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse entwickelte ich BeetIt, einen High-Fidelity-Prototyp für ein personalisiertes Tool zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen. Es umfasst eine Übersicht über die Vorratskammer mit automatisierten Eingabemethoden, Rezeptvorschläge und einen „Entdecke“-Bereich mit Informationen zu Lebensmittelverschwendung. Anstatt eine Einheitslösung zu bieten, ermöglicht es flexible Anpassungsoptionen. In zwei Co-Evaluierungs-Workshops mit insgesamt 14 Teilnehmer*innen wurde bestätigt, dass praktische Funktionen wie die Inventarverfolgung und kontextbasierte Rezeptvorschläge den größten Stellenwert haben, während Bildungselemente und Gamification-Elemente eine unterstützende Rolle spielen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Reduzierung von Lebensmittelabfällen kein linearer Prozess ist, sondern eine Reise, die Veränderungen mit sich bringt. Co-Design erwies sich als mehr als nur eine Designmethode. Es wurde selbst zu einer Intervention, die die Teilnehmer*innen dazu inspirierte, über ihre eigenen Gewohnheiten nachzudenken. Diese Arbeit leistet einen Beitrag zur Mensch-Computer-Interaktion, indem sie zeigt, wie Co-Design und metapherngesteuerte Ansätze abstrakte Nachhaltigkeitsziele in konkrete Tools umsetzen können. Ich habe über die Wechselwirkung zwischen digitalen Lösungen und ihren Auswirkungen auf die Umwelt reflektiert und verdeutlicht, dass effektive digitale Tools in die komplexen Realitäten des Alltags integriert werden müssen.

Authors

Institutions

Publication Details

Journal
reposiTUm (TU Wien)
Published
2025-12-01
DOI
https://doi.org/10.34726/hss.2025.130660
Primary Topic
Food Waste Reduction and Sustainability
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
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article

Seeds for Change: Co-Designing a Personalized Digital Guide to Reduce Household Food Waste

Jana Sumin
reposiTUm (TU Wien)
Food Waste Reduction and Sustainability
article

Seeds for Change: Co-Designing a Personalized Digital Guide to Reduce Household Food Waste

Jana Sumin
article en

Abstract

Lebensmittelverschwendung in Haushalten ist nach wie vor ein globales Problem. Obwohl viele digitale Tools zur Lösung dieses Problems entwickelt wurden, sind nur wenige davon dauerhaft eingesetzt worden. In dieser Arbeit untersuche ich, wie Co-Design die Entwicklung eines praktischen Hilfsmittels zur Unterstützung von Einzelpersonen bei der Reduzierung von Lebensmittelabfällen in Haushalten fördern kann. In einem dreistufigen Designprozess habe ich eine Analyse bestehender Tools durchgeführt und Co-Design-Sessions mit vier Gruppen und insgesamt 18 Teilnehmer*innen durchgeführt. Unter ihnen waren sowohl erfahrene Lebensmittelabfallreduzierer*innen als auch Neulinge. Ziel war es, zu verstehen, wie Lebensmittelverschwendung mit dem täglichen Leben der Teilnehmenden zusammenhängt und wie sie bei der Vermeidung unterstützt werden können. Anhand einer Gartenmetapher als Leitmotiv tauschten die Teilnehmer*innen ihre Schwierigkeiten und Motivationen aus, wodurch Erkenntnisse für das Design des Tools gewonnen wurden. Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse entwickelte ich BeetIt, einen High-Fidelity-Prototyp für ein personalisiertes Tool zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen. Es umfasst eine Übersicht über die Vorratskammer mit automatisierten Eingabemethoden, Rezeptvorschläge und einen „Entdecke“-Bereich mit Informationen zu Lebensmittelverschwendung. Anstatt eine Einheitslösung zu bieten, ermöglicht es flexible Anpassungsoptionen. In zwei Co-Evaluierungs-Workshops mit insgesamt 14 Teilnehmer*innen wurde bestätigt, dass praktische Funktionen wie die Inventarverfolgung und kontextbasierte Rezeptvorschläge den größten Stellenwert haben, während Bildungselemente und Gamification-Elemente eine unterstützende Rolle spielen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Reduzierung von Lebensmittelabfällen kein linearer Prozess ist, sondern eine Reise, die Veränderungen mit sich bringt. Co-Design erwies sich als mehr als nur eine Designmethode. Es wurde selbst zu einer Intervention, die die Teilnehmer*innen dazu inspirierte, über ihre eigenen Gewohnheiten nachzudenken. Diese Arbeit leistet einen Beitrag zur Mensch-Computer-Interaktion, indem sie zeigt, wie Co-Design und metapherngesteuerte Ansätze abstrakte Nachhaltigkeitsziele in konkrete Tools umsetzen können. Ich habe über die Wechselwirkung zwischen digitalen Lösungen und ihren Auswirkungen auf die Umwelt reflektiert und verdeutlicht, dass effektive digitale Tools in die komplexen Realitäten des Alltags integriert werden müssen.

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