Privacy Matters: A Comparative Analysis of Privacy Labels in Two Android App Stores

Die Bedeutung des Datenschutzes in mobilen Anwendungen hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen, da Apps zunehmend auf sensible personenbezogene Daten zugreifen. Als Reaktion darauf haben große App-Stores Datenschutzlabels eingeführt, in denen Entwicklerinnen und Entwickler ihre Praktiken zur Datenerhebung und -weitergabe selbst offenlegen müssen. Während bestehende Forschung vor allem die Genauigkeit und Wirkung dieser Labels im Google Play Store und im Apple App Store untersucht hat, fehlt es weitgehend an Studien zum Offenlegungsverhalten innerhalb eines einzelnen mobilen Ökosystems. Diese Arbeit setzt hier an, indem sie die Datenschutzlabels des Amazon Android App Store analysiert und diesen Befund mit den Angaben im Google Play Store vergleicht.Auf der Grundlage eines Datensatzes von rund 346.000 Apps aus dem Amazon Android App Store sowie den 10.000 beliebtesten Apps aus dem Google Play Store, erhoben über einen Zeitraum von fünf Monaten, untersucht die Studie die Offenlegungspraxis, Unterschiede zwischen beliebten und weniger beliebten Apps, die Konsistenz der Angaben bei gematchten App-Paaren sowie die zeitliche Entwicklung der Offenlegungen. Die Ergebnisse zeigen, dass Datenschutzlabels im Amazon Android App Store häufig spärlich, unvollständig und im Vergleich zum Google Play Store inkonsistent sind. Lediglich 4,7% der Apps im Amazon Android App Store weisen nicht-leere Datenschutzlabels auf, und unter 373 gematchten App-Paaren stimmen nur 1.3% in ihren nicht-leeren Angaben zwischen beiden Stores überein. Die longitudinale Analyse deutet zudem auf eine stagnierende Einführung der Labels im Beobachtungszeitraum hin.Insgesamt zeigt diese Arbeit, dass die Datenschutztransparenz innerhalb des Android-Ökosystems nach wie vor fragmentiert ist. Dies unterstreicht die Notwendigkeit stärkerer Durchsetzungsmechanismen sowie klarerer und standardisierter Leitlinien für selbstberichtete Datenschutzlabels, damit diese Nutzerinnen und Nutzern tatsächlich zuverlässige Informationen bieten können.

Authors

Institutions

Publication Details

Journal
reposiTUm (TU Wien)
Published
2025-12-01
DOI
https://doi.org/10.34726/hss.2025.124105
Primary Topic
Advanced Malware Detection Techniques
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
0.00
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article

Privacy Matters: A Comparative Analysis of Privacy Labels in Two Android App Stores

Ognjen Crvic
reposiTUm (TU Wien)
Advanced Malware Detection Techniques
article

Privacy Matters: A Comparative Analysis of Privacy Labels in Two Android App Stores

Ognjen Crvic
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Abstract

Die Bedeutung des Datenschutzes in mobilen Anwendungen hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen, da Apps zunehmend auf sensible personenbezogene Daten zugreifen. Als Reaktion darauf haben große App-Stores Datenschutzlabels eingeführt, in denen Entwicklerinnen und Entwickler ihre Praktiken zur Datenerhebung und -weitergabe selbst offenlegen müssen. Während bestehende Forschung vor allem die Genauigkeit und Wirkung dieser Labels im Google Play Store und im Apple App Store untersucht hat, fehlt es weitgehend an Studien zum Offenlegungsverhalten innerhalb eines einzelnen mobilen Ökosystems. Diese Arbeit setzt hier an, indem sie die Datenschutzlabels des Amazon Android App Store analysiert und diesen Befund mit den Angaben im Google Play Store vergleicht.Auf der Grundlage eines Datensatzes von rund 346.000 Apps aus dem Amazon Android App Store sowie den 10.000 beliebtesten Apps aus dem Google Play Store, erhoben über einen Zeitraum von fünf Monaten, untersucht die Studie die Offenlegungspraxis, Unterschiede zwischen beliebten und weniger beliebten Apps, die Konsistenz der Angaben bei gematchten App-Paaren sowie die zeitliche Entwicklung der Offenlegungen. Die Ergebnisse zeigen, dass Datenschutzlabels im Amazon Android App Store häufig spärlich, unvollständig und im Vergleich zum Google Play Store inkonsistent sind. Lediglich 4,7% der Apps im Amazon Android App Store weisen nicht-leere Datenschutzlabels auf, und unter 373 gematchten App-Paaren stimmen nur 1.3% in ihren nicht-leeren Angaben zwischen beiden Stores überein. Die longitudinale Analyse deutet zudem auf eine stagnierende Einführung der Labels im Beobachtungszeitraum hin.Insgesamt zeigt diese Arbeit, dass die Datenschutztransparenz innerhalb des Android-Ökosystems nach wie vor fragmentiert ist. Dies unterstreicht die Notwendigkeit stärkerer Durchsetzungsmechanismen sowie klarerer und standardisierter Leitlinien für selbstberichtete Datenschutzlabels, damit diese Nutzerinnen und Nutzern tatsächlich zuverlässige Informationen bieten können.

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