Lowering the Threshold for Embedded AI Ethics: Designing Self-Assessment Tools for Stakeholder-Identified Ethical Concerns

Technologien die unethisch sind, diskriminieren oder Schaden verursachen (etwa die Privatsphäre verletzen), resultieren häufig aus Entwickler:innen, die Schwierigkeiten haben, ethische Anforderungen im Entwicklungsprozess zu integrieren, zu definieren und zu bewerten. Immer schneller werdende technologische Entwicklungen, der allgegenwärtige Einsatz von KI sowie die unterschiedlichen Interessen aller komplexen Stakeholder verstärken diese Problematik. Diese Arbeit untersucht daher zentrale Fragen zu ethischen Audits von KI-Technologien: Welche Werte und ethischen Risiken sind relevant? Und wie lassen sie sich in eine prüfbare Form verwandeln? Im Mittelpunkt der Arbeit steht insbesondere die Rolle unterschiedlicher Stakeholder bei der Identifikation dieser Bedürfnisse. Des Weiteren werden Tools entwickelt, welche das Erstellen von auditierbaren Artefakten (den Ethical Focus Areas) unterstützen. Der resultierende Workflow sind die Ethics Self-Assessment Tools (ESAT). Die Arbeit verfolgt einen Mixed-Methods-Ansatz, um die Literatur zu diesen Problemen kritisch zu analysieren, aus bestehenden Ansätzen Lücken herauszuarbeiten sowie einen partizipativen Workflow zum Erheben von ethischen Anliegen zu entwickeln. Durch erste Workshops entsteht eine zugängliche Methode, die ethische Fragestellungen als strukturierte Daten generiert. Ergänzend wird ein einfach nutzbares Webtool entwickelt, welches die Daten in testbare Artefakte verarbeitet. Das ermöglicht es Entwicklungsteams ohne Ethik-Expertise, einen Zugang zu systematischen Bewertungen ihrer Technologien zu erhalten. Fokus dieser Arbeit sind kontextabhängige Technologien wie KI-Beratungsagenten (zum Beispiel auf Large Language Models (LLM) basierende Chatbots). Ebenso wird über die Übertragbarkeit des ESAT-Workflows auf andere Systeme reflektiert. Die Ergebnisse zeigen darauf hin, dass ein Ansatz, welcher auf den Bedürfnissen von Stakeholdern basiert, kontinuierliche, kontextsensitive Bewertungen von KI-Systemen aufgrund ethischer Aspekte ermöglicht und sich zu einem generellen Audit-Toolkit erweitern lässt.

Authors

Institutions

Publication Details

Journal
reposiTUm (TU Wien)
Published
2025-12-01
DOI
https://doi.org/10.34726/hss.2025.133600
Primary Topic
Ethics and Social Impacts of AI
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
0.00
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article

Lowering the Threshold for Embedded AI Ethics: Designing Self-Assessment Tools for Stakeholder-Identified Ethical Concerns

Tobias Hercules Christoph
reposiTUm (TU Wien)
Ethics and Social Impacts of AI
article

Lowering the Threshold for Embedded AI Ethics: Designing Self-Assessment Tools for Stakeholder-Identified Ethical Concerns

Tobias Hercules Christoph
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Abstract

Technologien die unethisch sind, diskriminieren oder Schaden verursachen (etwa die Privatsphäre verletzen), resultieren häufig aus Entwickler:innen, die Schwierigkeiten haben, ethische Anforderungen im Entwicklungsprozess zu integrieren, zu definieren und zu bewerten. Immer schneller werdende technologische Entwicklungen, der allgegenwärtige Einsatz von KI sowie die unterschiedlichen Interessen aller komplexen Stakeholder verstärken diese Problematik. Diese Arbeit untersucht daher zentrale Fragen zu ethischen Audits von KI-Technologien: Welche Werte und ethischen Risiken sind relevant? Und wie lassen sie sich in eine prüfbare Form verwandeln? Im Mittelpunkt der Arbeit steht insbesondere die Rolle unterschiedlicher Stakeholder bei der Identifikation dieser Bedürfnisse. Des Weiteren werden Tools entwickelt, welche das Erstellen von auditierbaren Artefakten (den Ethical Focus Areas) unterstützen. Der resultierende Workflow sind die Ethics Self-Assessment Tools (ESAT). Die Arbeit verfolgt einen Mixed-Methods-Ansatz, um die Literatur zu diesen Problemen kritisch zu analysieren, aus bestehenden Ansätzen Lücken herauszuarbeiten sowie einen partizipativen Workflow zum Erheben von ethischen Anliegen zu entwickeln. Durch erste Workshops entsteht eine zugängliche Methode, die ethische Fragestellungen als strukturierte Daten generiert. Ergänzend wird ein einfach nutzbares Webtool entwickelt, welches die Daten in testbare Artefakte verarbeitet. Das ermöglicht es Entwicklungsteams ohne Ethik-Expertise, einen Zugang zu systematischen Bewertungen ihrer Technologien zu erhalten. Fokus dieser Arbeit sind kontextabhängige Technologien wie KI-Beratungsagenten (zum Beispiel auf Large Language Models (LLM) basierende Chatbots). Ebenso wird über die Übertragbarkeit des ESAT-Workflows auf andere Systeme reflektiert. Die Ergebnisse zeigen darauf hin, dass ein Ansatz, welcher auf den Bedürfnissen von Stakeholdern basiert, kontinuierliche, kontextsensitive Bewertungen von KI-Systemen aufgrund ethischer Aspekte ermöglicht und sich zu einem generellen Audit-Toolkit erweitern lässt.

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