Integrated Safety and Security Knowledge Modeling

Das Ziel des Dissertationsvorhabens "Integrated Safety and Security Knowledge Modeling" ist die Identifizierung von Vorgehensweisen, um sichere System-Architekturen im industriellen Umfeld zu modellieren. Das resultierende Modell soll sowohl Anforderungen der Cyber-Sicherheit als auch der funktionalen Sicherheit erfüllen. Zu schützende Assets (z.B.: kritische Geräte, Operatoren bzw. Bediener, Produktionsanlagen) werden durch einen risikobasierten Ansatz identifiziert, da der Ausfall eines sicherheitskritischen Gerätes einen höheren Schaden, als der Ausfall eines E-Mail-Servers in der gesamten Architektur verursachen kann. Es werden Angriffsvektoren und Bedrohungen der Assets identifiziert, welche die Kommunikation zwischen Maschinen (Machine-to-Machine Communication) und die Integration von IT (Information Technology) mit OT (Operational Technology) berücksichtigt. IT und OT haben sich unterschiedlich entwickelt, wodurch Herausforderungen bei der Verschmelzung beider Gebiete entstehen. Die IT fokussiert sich auf Schutzziele hinsichtlich der Cyber-Security. Vertraulichkeit und Integrität werden priorisiert behandelt, da ein temporärer Ausfall eines Geräts oder Dienstes von einigen Minuten keinen erheblichen Schaden in einer typischen IT-Architektur verursacht. Im Gegensatz dazu kann in einer OT-Architektur der Verlust der Verfügbarkeit kritischen Schaden verursachen, welcher die funktionale Sicherheit beeinflusst. Ein schwaches IT- Sicherheitsniveau kann die funktionale Sicherheit beeinträchtigen, wie folgendes Beispiel verdeutlicht: Eine Maschine soll in einen sicheren Zustand wechseln, sobald ein Lichtgitter aktiviert wurde. Wegen schwacher oder fehlender IT-Sicherheitsmaßnahmen konnte das System manipuliert werden und die Daten des Lichtgitters können nicht mehr ausgewertet werden. Folglich wurde die funktionale Sicherheitsfunktion deaktiviert und die Maschine führt ihren Betrieb auch in einer gefährlichen Situation fort. Um die gewünschte sichere Architektur zu modellieren, werden klassische IT-Bedrohungsmodelle (z.B.: STRIDE, Attack Trees) und Bedrohungsmodelle, welche für die funktionale Sicherheit relevant sind, überarbeitet, adaptiert und kombiniert. Abhängig von den entdeckten Bedrohungen entsteht ein Bedrohungsmodell, welches das Gesamtrisiko abschätzt. Basierend auf den identifizierten Bedrohungen wird ein Katalog mit Schutzmaßnahmen erstellt, welcher das vorhandene Niveau der Cyber-Sicherheit und der funktionalen Sicherheit für OT-Systeme evaluiert. Es werden internationale Standards (zB.: IEC 62443, IEC 61508) verwendet, um das Architektur-Modell zu erstellen.

Authors

Institutions

Publication Details

Journal
reposiTUm (TU Wien)
Published
2026-01-01
DOI
https://doi.org/10.34726/hss.2026.138664
Primary Topic
Safety Systems Engineering in Autonomy
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
0.00
Controls
|||
ALL TIME
JAN
FEB
MAR
APR
MAY
JUN
JUL
AUG
SEP
OCT
article

Integrated Safety and Security Knowledge Modeling

Siegfried Hollerer
reposiTUm (TU Wien)
Safety Systems Engineering in Autonomy
article

Integrated Safety and Security Knowledge Modeling

Siegfried Hollerer
article en

Abstract

Das Ziel des Dissertationsvorhabens "Integrated Safety and Security Knowledge Modeling" ist die Identifizierung von Vorgehensweisen, um sichere System-Architekturen im industriellen Umfeld zu modellieren. Das resultierende Modell soll sowohl Anforderungen der Cyber-Sicherheit als auch der funktionalen Sicherheit erfüllen. Zu schützende Assets (z.B.: kritische Geräte, Operatoren bzw. Bediener, Produktionsanlagen) werden durch einen risikobasierten Ansatz identifiziert, da der Ausfall eines sicherheitskritischen Gerätes einen höheren Schaden, als der Ausfall eines E-Mail-Servers in der gesamten Architektur verursachen kann. Es werden Angriffsvektoren und Bedrohungen der Assets identifiziert, welche die Kommunikation zwischen Maschinen (Machine-to-Machine Communication) und die Integration von IT (Information Technology) mit OT (Operational Technology) berücksichtigt. IT und OT haben sich unterschiedlich entwickelt, wodurch Herausforderungen bei der Verschmelzung beider Gebiete entstehen. Die IT fokussiert sich auf Schutzziele hinsichtlich der Cyber-Security. Vertraulichkeit und Integrität werden priorisiert behandelt, da ein temporärer Ausfall eines Geräts oder Dienstes von einigen Minuten keinen erheblichen Schaden in einer typischen IT-Architektur verursacht. Im Gegensatz dazu kann in einer OT-Architektur der Verlust der Verfügbarkeit kritischen Schaden verursachen, welcher die funktionale Sicherheit beeinflusst. Ein schwaches IT- Sicherheitsniveau kann die funktionale Sicherheit beeinträchtigen, wie folgendes Beispiel verdeutlicht: Eine Maschine soll in einen sicheren Zustand wechseln, sobald ein Lichtgitter aktiviert wurde. Wegen schwacher oder fehlender IT-Sicherheitsmaßnahmen konnte das System manipuliert werden und die Daten des Lichtgitters können nicht mehr ausgewertet werden. Folglich wurde die funktionale Sicherheitsfunktion deaktiviert und die Maschine führt ihren Betrieb auch in einer gefährlichen Situation fort. Um die gewünschte sichere Architektur zu modellieren, werden klassische IT-Bedrohungsmodelle (z.B.: STRIDE, Attack Trees) und Bedrohungsmodelle, welche für die funktionale Sicherheit relevant sind, überarbeitet, adaptiert und kombiniert. Abhängig von den entdeckten Bedrohungen entsteht ein Bedrohungsmodell, welches das Gesamtrisiko abschätzt. Basierend auf den identifizierten Bedrohungen wird ein Katalog mit Schutzmaßnahmen erstellt, welcher das vorhandene Niveau der Cyber-Sicherheit und der funktionalen Sicherheit für OT-Systeme evaluiert. Es werden internationale Standards (zB.: IEC 62443, IEC 61508) verwendet, um das Architektur-Modell zu erstellen.

reposiTUm (TU Wien)
TU Wien (AT)
Openalex Percentile: Top 94%
Safety Systems Engineering in Autonomy
AI Navigator

Ask Laika to Summarize, Analyze, and Connect papers live on the map.

Summarize Papers & Methodologies

Extract key findings, datasets, and comparative methods across publications.

Benchmark Rankings & Visual Analytics

Rank top research institutions, authors, funders, topics, and journals by Field-Weighted Citation Impact (FWCI) and paper volume with instant charts.

Connect Distant Disciplines

Bridge topological clusters on the map to find hidden collaborative intersections.