Feindstaatenangehörige zwischen Völkerrecht und Willkür
Abstract Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs war die Behandlung von Zivilpersonen mit Feindstaatenangehörigkeit im Gegensatz zu der von Kriegsgefangenen noch nicht durch multilaterale Abkommen festgeschrieben. Am Beispiel der britischen Zivilinternierten im Deutschen Reich untersucht Kim Wünschmann, inwiefern bilaterale Übereinkünfte und ein gewohnheitsrechtlicher Schutz dieser Gruppe dennoch einen besonderen Status gaben, der sie von anderen Gefangenen im nationalsozialistischen Lagersystem unterschied. Dabei verortet sie das komplexe Phänomen der Zivilinternierung in einem rechtsgeschichtlichen Analysefeld, das begrenzt wird von den Konventionen des humanitären Völkerrechts einerseits und dem ideologiegeleiteten Handeln des NS-Regimes andererseits. Auch den Erfahrungen der Internierten gibt der Aufsatz Raum.
Authors
- Kim Wünschmann
Institutions
- Deutsche Gesellschaft für Information und Wissen (DE)
Publication Details
- Journal
- Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte
- Published
- 2025-11-26
- DOI
- https://doi.org/10.1515/vfzg-2026-0001
- Primary Topic
- European history and politics
- Type
- article
- Field-Weighted Citation Impact
- 0.00