Der Inhalt einer Streitverkündungsschrift — Angaben zum Verfügungsgrund und Lage des Rechtsstreits
Zusammenfassung Die Streitverkündung nach §§ 72 ZPO ff. ist ein zentrales Instrument zur Absicherung gegen Regressrisiken. Ihre Wirksamkeit hängt jedoch von strengen formellen Anforderungen ab, deren Missachtung gravierende Folgen hat. Die jüngere Rechtsprechung konturiert die Anforderungen an eine formwirksame Streitverkündungsschrift weiter: Das OLG Köln v. 17.9.2025 - 11 U 118/23, MDR 2025, 1496 und OLG Düsseldorf v. 16.5.2024 - 2 U 75/23, MDR 2024, 1337 präzisieren die Pflicht zur Konkretisierung des Streitverkündungsgrundes. Der BGH v. 12.7.2025 - VII ZR 14/24, MDR 2025, 1014 bestätigt, dass formale Defizite die Verjährungshemmung vereiteln und einen etwaigen Regressprozess unmöglich machen können. Der bloße Beitritt des Streitverkündungsempfängers führt noch nicht zur Heilung. Diese Gemengelage erfordert große Sorgfalt bereits bei der Abfassung der Streitverkündungsschrift. Vor diesem Hintergrund gibt der folgende Beitrag einen aktuellen Überblick über den notwendigen Inhalt, Möglichkeiten der Auslegung und Folgen eines Formverstoßes. I.
Authors
- Julius Verse
Publication Details
- Journal
- Monatsschrift für Deutsches Recht
- Published
- 2025-12-24
- DOI
- https://doi.org/10.9785/mdtr-2026-800103
- Primary Topic
- Diverse Legal and Medical Studies
- Type
- article
- Field-Weighted Citation Impact
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