The Structure of Pronouns and Allomorphy

Diese Dissertation untersucht die folgende zentrale Frage: Was ist die interne Struktur von Pronomen? Ich entwickle und untersuche die Hypothese, dass Allomorphie ein Schlüsselinstrument ist, um (a) auf den Bestand an Morphemen zuzugreifen, aus denen ein Pronomen in verschiedenen Sprachen besteht, und (b) die Muster ihrer Interaktionen zu verfolgen. Allomorphe Alternationen beinhalten eine Interaktion zweier Morpheme, des Auslösers (Trigger) und des Ziels (Target) der Allomorphie. Die Identifizierung des Triggers und des Targets in Pronominalformen führt zu einem unmittelbaren Ergebnis: Pronomen beinhalten zwei Morpheme, die in ihrer syntaktischen Repräsentation unterschiedliche strukturelle Positionen einnehmen. Die Dissertation präsentiert die Idee, dass die Untersuchung sequentieller Interaktionen zwischen Morphemen als Grundeinheiten syntaktischer Berechnungen die vollständige Struktur von Pronomen innerhalb und zwischen Sprachen offenbart. Die vorliegende Studie stellt eine umfassende Untersuchung der Allomorphie in Pronomen dar, basierend auf einer Stichprobe von 335 Sprachen aus 75 Sprachfamilien. Die Analyse ist im Rahmen der Distribuierten Morphologie angelegt. Die vorliegende Dissertation stellt eine Fallstudie dar, in der untersucht wird, wie syntaktische Komplexität mit morphologischer Komplexität verbunden ist. Die Bildung der Form wird sowohl durch die syntaktische Struktur als auch durch die PF-spezifischen Besonderheiten wie Impoverishment und Unterspezifikation (Underspecification) einzelner Vokabulareinheiten beeinflusst. Pronomen bieten ein besonders geeignetes Testfeld für eine Reihe zentraler Fragen der morphologischen Theorie und der Theorie der Morphologie-Syntax-Schnittstelle. Die Untersuchung von Pronominalsystemen offenbart Regelmäßigkeiten in der Exponentenverteilung, die über die Prinzipien der Realisierung hinausgehen und die Syntax implizieren.

Authors

Publication Details

Journal
edoc Publication server (Humboldt University of Berlin)
Published
2025-12-19
DOI
https://doi.org/10.18452/35650
Primary Topic
Syntax, Semantics, Linguistic Variation
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
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article

The Structure of Pronouns and Allomorphy

Ivona Ilić
edoc Publication server (Humboldt University of Berlin)
Syntax, Semantics, Linguistic Variation
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The Structure of Pronouns and Allomorphy

Ivona Ilić
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Abstract

Diese Dissertation untersucht die folgende zentrale Frage: Was ist die interne Struktur von Pronomen? Ich entwickle und untersuche die Hypothese, dass Allomorphie ein Schlüsselinstrument ist, um (a) auf den Bestand an Morphemen zuzugreifen, aus denen ein Pronomen in verschiedenen Sprachen besteht, und (b) die Muster ihrer Interaktionen zu verfolgen. Allomorphe Alternationen beinhalten eine Interaktion zweier Morpheme, des Auslösers (Trigger) und des Ziels (Target) der Allomorphie. Die Identifizierung des Triggers und des Targets in Pronominalformen führt zu einem unmittelbaren Ergebnis: Pronomen beinhalten zwei Morpheme, die in ihrer syntaktischen Repräsentation unterschiedliche strukturelle Positionen einnehmen. Die Dissertation präsentiert die Idee, dass die Untersuchung sequentieller Interaktionen zwischen Morphemen als Grundeinheiten syntaktischer Berechnungen die vollständige Struktur von Pronomen innerhalb und zwischen Sprachen offenbart. Die vorliegende Studie stellt eine umfassende Untersuchung der Allomorphie in Pronomen dar, basierend auf einer Stichprobe von 335 Sprachen aus 75 Sprachfamilien. Die Analyse ist im Rahmen der Distribuierten Morphologie angelegt. Die vorliegende Dissertation stellt eine Fallstudie dar, in der untersucht wird, wie syntaktische Komplexität mit morphologischer Komplexität verbunden ist. Die Bildung der Form wird sowohl durch die syntaktische Struktur als auch durch die PF-spezifischen Besonderheiten wie Impoverishment und Unterspezifikation (Underspecification) einzelner Vokabulareinheiten beeinflusst. Pronomen bieten ein besonders geeignetes Testfeld für eine Reihe zentraler Fragen der morphologischen Theorie und der Theorie der Morphologie-Syntax-Schnittstelle. Die Untersuchung von Pronominalsystemen offenbart Regelmäßigkeiten in der Exponentenverteilung, die über die Prinzipien der Realisierung hinausgehen und die Syntax implizieren.

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