Social Biases and Trust Learning in the Trust Game

Diese Arbeit untersucht die Beziehung zwischen Vertrauen und sozialen Bias und beleuchtet dabei, wie Bias den Lernprozess bei der Vertrauensbildung anderen Menschen gegenüber beeinflusst. Vertrauen ist notwendig für Zusammenarbeit, Beziehungen und die Aufrechterhaltung sozialer Strukturen. Der Prozess, anderen in wiederholter sozialer Interaktion vertrauen zu lernen und die Frage, wie (bestehende oder experimentell erzeugte) Bias diesen Lernprozess beeinflussen, haben jedoch wenig Aufmerksamkeit erfahren. Das wiederholte Vertrauensspiel ist dafür ideal: Die Teilnehmenden interagieren wiederholt mit ihren Partnern und lernen deren Reputation. Studie 1 untersuchte das Lernen von Vertrauen im Rahmen eines ethnischen Ingroup-Outgroup Paradigmas und ergab, dass sich der vertrauensbezogene Bias gegenüber der ethnischen Ingroup durch das wiederholte Vertrauensspiel signifikant änderte, und dass dieser verringerte Bias auf neue Outgroup-Mitglieder übertragen wurde. Diese Ergebnisse inspirierten Studie 2, eine Meta-Analyse über das Lernen von Vertrauen im wiederholten Vertrauensspiels und wie dieser Lernprozess durch soziale Bias beeinflusst wird. Die Ergebnisse zeigten, dass der wichtigste Faktor darin besteht, wie fair sich die Partner den Teilnehmenden gegenüber verhalten. Außerdem zeigten die Ergebnisse keine konsistenten Effekte von Gruppenzugehörigkeit, wohl aber von experimentell erzeugten Erwartungen an Vertrauenswürdigkeit und Moralität. Zusammengenommen deuten die beiden Untersuchungen darauf hin, dass Menschen mehr von Interaktionspartnern lernen, denen gegenüber eine positive Erwartung besteht, mit denen aber eine negative Erfahrung erlebt wird. Die Ergebnisse deuten außerdem darauf hin, dass Ingroup-Bias beim Lernen von Vertrauen widersprüchlich und formbar sind. Es werden mehrere Perspektiven für weitere wissenschaftliche Untersuchungen aufgezeigt, einschließlich der Rolle der Persönlichkeit und kognitiver Unterschiede für das Lernen von Vertrauen.

Authors

Publication Details

Journal
edoc Publication server (Humboldt University of Berlin)
Published
2025-12-19
DOI
https://doi.org/10.18452/35717
Primary Topic
Experimental Behavioral Economics Studies
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
0.00
Controls
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article

Social Biases and Trust Learning in the Trust Game

Caitlin Duncan
edoc Publication server (Humboldt University of Berlin)
Experimental Behavioral Economics Studies
article

Social Biases and Trust Learning in the Trust Game

Caitlin Duncan
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Abstract

Diese Arbeit untersucht die Beziehung zwischen Vertrauen und sozialen Bias und beleuchtet dabei, wie Bias den Lernprozess bei der Vertrauensbildung anderen Menschen gegenüber beeinflusst. Vertrauen ist notwendig für Zusammenarbeit, Beziehungen und die Aufrechterhaltung sozialer Strukturen. Der Prozess, anderen in wiederholter sozialer Interaktion vertrauen zu lernen und die Frage, wie (bestehende oder experimentell erzeugte) Bias diesen Lernprozess beeinflussen, haben jedoch wenig Aufmerksamkeit erfahren. Das wiederholte Vertrauensspiel ist dafür ideal: Die Teilnehmenden interagieren wiederholt mit ihren Partnern und lernen deren Reputation. Studie 1 untersuchte das Lernen von Vertrauen im Rahmen eines ethnischen Ingroup-Outgroup Paradigmas und ergab, dass sich der vertrauensbezogene Bias gegenüber der ethnischen Ingroup durch das wiederholte Vertrauensspiel signifikant änderte, und dass dieser verringerte Bias auf neue Outgroup-Mitglieder übertragen wurde. Diese Ergebnisse inspirierten Studie 2, eine Meta-Analyse über das Lernen von Vertrauen im wiederholten Vertrauensspiels und wie dieser Lernprozess durch soziale Bias beeinflusst wird. Die Ergebnisse zeigten, dass der wichtigste Faktor darin besteht, wie fair sich die Partner den Teilnehmenden gegenüber verhalten. Außerdem zeigten die Ergebnisse keine konsistenten Effekte von Gruppenzugehörigkeit, wohl aber von experimentell erzeugten Erwartungen an Vertrauenswürdigkeit und Moralität. Zusammengenommen deuten die beiden Untersuchungen darauf hin, dass Menschen mehr von Interaktionspartnern lernen, denen gegenüber eine positive Erwartung besteht, mit denen aber eine negative Erfahrung erlebt wird. Die Ergebnisse deuten außerdem darauf hin, dass Ingroup-Bias beim Lernen von Vertrauen widersprüchlich und formbar sind. Es werden mehrere Perspektiven für weitere wissenschaftliche Untersuchungen aufgezeigt, einschließlich der Rolle der Persönlichkeit und kognitiver Unterschiede für das Lernen von Vertrauen.

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