»Faith-based« Organisationen als Advocacy-Akteure in der Entwicklungspolitik
Zusammenfassung »Faith-based« Organisationen (FBOs) spielen eine bedeutende Rolle als Advocacy-Akteure in der Entwicklungspolitik. FBOs treten international für Menschenrechte, Armutsminderung, Klimagerechtigkeit und ähnliche Anliegen ein. Während diese Art von Advocacy auf Distanz durch religiöse Akteure bereits seit dem europäischen Imperialismus besteht, ist ihr Einfluss in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen, trotz zunehmender Einschränkungen für die Zivilgesellschaft in vielen Ländern. Der Begriff shrinking spaces beschreibt die Herausforderungen, mit denen NGOs, einschließlich FBOs, konfrontiert sind, insbesondere in autoritären Staaten, aber auch in ehemals stabilen Demokratien. FBOs gehen pragmatisch dabei vor, sich in Advocacy-Netzwerken zu organisieren, die aus religiösen und nicht explizit religiösen Organisationen bestehen, um ihre Ziele effektiver zu erreichen. Hinsichtlich ihrer Strategien und Themen müssen auch FBOs wie alle NGOs im entwicklungspolitischen Feld ihr wirtschaftliches Überleben im Blick behalten und sich dem Wettbewerb um Fördermittel, Spenden und Aufmerksamkeit stellen. Dennoch bildet ein enger und langfristiger Dialog mit den vertretenen Gruppen in der Regel die Grundlage der Advocacy-Inhalte von FBOs.
Institutions
- South Westphalia University of Applied Sciences (DE)
Publication Details
- Journal
- Berliner Theologische Zeitschrift
- Published
- 2025-06-01
- DOI
- https://doi.org/10.1515/bthz-2025-0004
- Primary Topic
- Religion, Society, and Development
- Type
- article
- Field-Weighted Citation Impact
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