Mining for Justice: Marginalized Voices and the Quest for Sustainability in the Colombian Amazon

Nach 60 Jahren Konflikt erlebt das kolumbianische Amazonasgebiet einen raschen Wandel, geprägt von Entwaldung durch Rohstoffindustrie, v.a. durch den Goldabbau, den Aufständische und Kriminelle ausnutzen. Marginalisierte Gruppen wie Indigene und Frauen sind besonders betroffen. Umweltbewegungen und indigene Aktivisten arbeiten an Lösungen, wobei viele indigene und afro-stämmige Gemeinschaften den Goldabbau in ihren Gebieten erhalten möchten. Diese Doktorarbeit untersucht das Potenzial des Goldabbaus aus der Sicht marginalisierter Gruppen, insbesondere People of Color, und fragt 1) nach der Bedeutung von Nachhaltigkeit im Goldabbau und seine Auswirkungen auf den Naturschutz, 2) nach nachhaltigen sozial-ökologischen Transformationen in intersektionalen Kontexten und 3) nach gerechten Zukunftsvisionen lokale Women of Color. Die Untersuchung sozial-ökologischer Transformationen erfolgte mithilfe von Umweltgerechtigkeit, Intersektionalität und Dekolonialität, unter Einsatz von Dokumentenanalysen, teilnehmender Beobachtung, halbstrukturierten Interviews und Szenarienentwicklung. Die Datenerhebung umfasste drei Forschungsreisen nach Kolumbien (März 2022 -November 2023) über insgesamt zehn Monate – sieben davon in Putumayo. Marginalisierte Gruppen wie Kleinbergleute und indigene Gemeinschaften fordern Veränderungen, die Ungleichheiten bekämpfen, aber über eine Kostenverteilung hinausgehen. Sie betonen lokale Vorstellungen von gutem Leben und stellen die Annahme infrage, dass unternehmerischer Bergbau der einzige Weg zur Nachhaltigkeit sei. Sozial-ökologische Transformationen entstehen, wenn unterdrückerische Systeme, die Ungleichheit und Umweltschäden befördern, konfrontiert werden und Verfahrensgerechtigkeit sowie Anerkennung angestrebt werden. Gemeinsam mit Frauen vor Ort untersuchte ich die emotionalen Aspekte der Transformation und ihrer Kosten anhand von drei Zukunftsvisionen.

Publication Details

Journal
edoc Publication server (Humboldt University of Berlin)
Published
2025-11-25
DOI
https://doi.org/10.18452/35143
Primary Topic
Mining and Resource Management
Type
article
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Mining for Justice: Marginalized Voices and the Quest for Sustainability in the Colombian Amazon

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Mining and Resource Management
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Abstract

Nach 60 Jahren Konflikt erlebt das kolumbianische Amazonasgebiet einen raschen Wandel, geprägt von Entwaldung durch Rohstoffindustrie, v.a. durch den Goldabbau, den Aufständische und Kriminelle ausnutzen. Marginalisierte Gruppen wie Indigene und Frauen sind besonders betroffen. Umweltbewegungen und indigene Aktivisten arbeiten an Lösungen, wobei viele indigene und afro-stämmige Gemeinschaften den Goldabbau in ihren Gebieten erhalten möchten. Diese Doktorarbeit untersucht das Potenzial des Goldabbaus aus der Sicht marginalisierter Gruppen, insbesondere People of Color, und fragt 1) nach der Bedeutung von Nachhaltigkeit im Goldabbau und seine Auswirkungen auf den Naturschutz, 2) nach nachhaltigen sozial-ökologischen Transformationen in intersektionalen Kontexten und 3) nach gerechten Zukunftsvisionen lokale Women of Color. Die Untersuchung sozial-ökologischer Transformationen erfolgte mithilfe von Umweltgerechtigkeit, Intersektionalität und Dekolonialität, unter Einsatz von Dokumentenanalysen, teilnehmender Beobachtung, halbstrukturierten Interviews und Szenarienentwicklung. Die Datenerhebung umfasste drei Forschungsreisen nach Kolumbien (März 2022 -November 2023) über insgesamt zehn Monate – sieben davon in Putumayo. Marginalisierte Gruppen wie Kleinbergleute und indigene Gemeinschaften fordern Veränderungen, die Ungleichheiten bekämpfen, aber über eine Kostenverteilung hinausgehen. Sie betonen lokale Vorstellungen von gutem Leben und stellen die Annahme infrage, dass unternehmerischer Bergbau der einzige Weg zur Nachhaltigkeit sei. Sozial-ökologische Transformationen entstehen, wenn unterdrückerische Systeme, die Ungleichheit und Umweltschäden befördern, konfrontiert werden und Verfahrensgerechtigkeit sowie Anerkennung angestrebt werden. Gemeinsam mit Frauen vor Ort untersuchte ich die emotionalen Aspekte der Transformation und ihrer Kosten anhand von drei Zukunftsvisionen.

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