Informationsaustausch unter Arbeitslosen und sein Nutzen für die Arbeitsverwaltung

Zusammenfassung Unvollständige Informationen am Arbeitsmarkt beeinträchtigen, dass die Nachfrage nach Arbeitskräften und das Angebot der Arbeitskraft zusammenfinden. Die Bereitstellung von Informationen wirkt dieser Art von Marktversagen entgegen. Die Rolle von Informationen bei der Stellensuche erfährt unter den Perspektiven von Sozialkapital und sozialen Netzwerken eine breite wissenschaftliche Diskussion. Zudem erleichtert die Digitalisierung den Informationsaustausch. In einem Modellprojekt, der sog. Digitalen Peer-Gruppen-Beratung, boten Arbeitsagenturen einen Online-Chat für Arbeitslose an. Damit entstand eine Gelegenheit für arbeitslose Personen, Informationen untereinander auszutauschen. Dieser Beitrag stellt die Frage: Inwiefern kann die öffentliche Arbeitsverwaltung Informationen, die arbeitslose Arbeitsuchende haben und austauschen, nutzen, um Arbeitslose in eine Erwerbsarbeit zu vermitteln? Die empirischen Daten stammen aus einer qualitativen Fallstudie zur Digitalen Peer-Gruppen-Beratung. Der Beitrag argumentiert, dass der Austausch von Informationen unter Arbeitslosen nur wenig zur Stellensuche beiträgt und damit einen geringen Nutzen für die Arbeitsverwaltung besitzt. Gering ist im vorliegenden Modellprojekt allerdings auch der Aufwand für die Kommunikation. Insofern kann der Informationsaustausch unter Arbeitslosen keine effektive, aber durchaus eine effiziente Ergänzung für Stellensuche und Arbeitsvermittlung bieten.

Institutions

Publication Details

Journal
Arbeit
Published
2025-09-01
DOI
https://doi.org/10.1515/arbeit-2025-0013
Primary Topic
Innovation, Technology, and Society
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
0.00
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Informationsaustausch unter Arbeitslosen und sein Nutzen für die Arbeitsverwaltung

Arbeit
Innovation, Technology, and Society
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Informationsaustausch unter Arbeitslosen und sein Nutzen für die Arbeitsverwaltung

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Abstract

Zusammenfassung Unvollständige Informationen am Arbeitsmarkt beeinträchtigen, dass die Nachfrage nach Arbeitskräften und das Angebot der Arbeitskraft zusammenfinden. Die Bereitstellung von Informationen wirkt dieser Art von Marktversagen entgegen. Die Rolle von Informationen bei der Stellensuche erfährt unter den Perspektiven von Sozialkapital und sozialen Netzwerken eine breite wissenschaftliche Diskussion. Zudem erleichtert die Digitalisierung den Informationsaustausch. In einem Modellprojekt, der sog. Digitalen Peer-Gruppen-Beratung, boten Arbeitsagenturen einen Online-Chat für Arbeitslose an. Damit entstand eine Gelegenheit für arbeitslose Personen, Informationen untereinander auszutauschen. Dieser Beitrag stellt die Frage: Inwiefern kann die öffentliche Arbeitsverwaltung Informationen, die arbeitslose Arbeitsuchende haben und austauschen, nutzen, um Arbeitslose in eine Erwerbsarbeit zu vermitteln? Die empirischen Daten stammen aus einer qualitativen Fallstudie zur Digitalen Peer-Gruppen-Beratung. Der Beitrag argumentiert, dass der Austausch von Informationen unter Arbeitslosen nur wenig zur Stellensuche beiträgt und damit einen geringen Nutzen für die Arbeitsverwaltung besitzt. Gering ist im vorliegenden Modellprojekt allerdings auch der Aufwand für die Kommunikation. Insofern kann der Informationsaustausch unter Arbeitslosen keine effektive, aber durchaus eine effiziente Ergänzung für Stellensuche und Arbeitsvermittlung bieten.

ArbeitVol. 34(3)
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