Transgressing Boundaries, Redefining Belonging - Muslim Women’s Social and Digital Activism and Representation in Germany
Die vorliegende Dissertation untersucht den Aktivismus und die Repräsentation muslimischer Frauen in Deutschlands postmigrantischer Gesellschaft. Die Arbeit geht der Frage nach, wie muslimische Frauen ihre intersektionale Marginalisierung und Diskriminierung entlang der sozialen Kategorien Geschlecht, Race, Ethnizität und Religion - sowohl im analogen als auch digitalen Raum - herausfordern. Im ersten Kapitel werden anhand der Theorie der intersektionalen Grenzziehung die Antwortstrategien muslimischer Frauenorganisationen im Umgang mit antimuslimischem Rassismus und religiös begründetem Extremismus untersucht. Der zweite und dritte Artikel vermittelt einen Überblick über die Repräsentation und den Aktivismus muslimisch-weiblicher Influencerinnen auf der populären sozialen Medienplattform TikTok. Ausgehend von dem Konzept des Dritten Raums werden die vielfältigen Themen und kreativen Darstellungsformen muslimischer Frauen analysiert. Die Ergebnisse zeigen, wie intersektionale Minderheiten in Deutschland, insbesondere muslimische Frauen, ihre Zugehörigkeit verhandeln, indem sie symbolische Grenzen entlang der Achsen von Geschlecht, Religion, Race und Ethnizität neu definieren. Durch die Untersuchung von TikTok als einer bislang wenig erforschten sozialen Medienplattform, wird die Bedeutung sozialer Medien als Ort der Repräsentation und des Aktivismus von Minderheiten hervorgehoben. Schließlich leistet diese Arbeit einen Beitrag zum Verständnis gesellschaftlicher Dynamik in Deutschlands postmigrantischer Gesellschaft vor dem Hintergrund erstarkender antipluralistischer Kräfte.
Publication Details
- Journal
- edoc Publication server (Humboldt University of Berlin)
- Published
- 2025-11-14
- DOI
- https://doi.org/10.18452/34650
- Primary Topic
- German legal, social, and political studies
- Type
- article
- Field-Weighted Citation Impact
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