Romanian and Bulgarian Male Sex Workers in Berlin: An Ethnography of the Community

Die vorliegende Dissertation stellt eine ethnographische Studie von rumänischen und bulgarischen männlichen Sexarbeitern in Berlin dar. Auf Basis der teilnehmenden Beobachtung und Interviews werden die Gründe für die Migration von Männern aus Rumänien und Bulgarien nach Berlin, und in die Sexarbeit, untersucht, sowie wie rumänische und bulgarische männliche Sexarbeiter in Berlin ihre sexuellen Identitäten aushandeln. Die Dissertation besteht aus zwei veröffentlichten und zwei unveröffentlichten wissenschaftlichen Aufsätzen. Im ersten Aufsatz wird die aktuelle Topographie der mann- männlichen Straßensexarbeit in Berlin dargestellt. Es wird gezeigt, wie Digitalisierung, Gentrifizierung und Normalisierung der Homosexualität zum Verschwinden der männlichen Straßensexarbeit an einigen Orten in Berlin geführt haben, und zu ihrer sozialräumlichen und diskursiven Marginalisierung an anderen. Im zweiten Aufsatz werden Migrationsmotive und Erfahrungen rumänischer und bulgarischer männlicher Sexarbeiter in Berlin untersucht. Im dritten Aufsatz stehen Aushandlungen von deren Sexualitäten im Vordergrund. Es werden sechs Strategien aufgezeigt, die die migrantischen Sexarbeiter benutzen, um sowohl von den Kunden als auch von den Landsleuten akzeptiert und richtig „gelesen” zu werden. Letztlich wird im vierten Artikel die Anlaufstelle vom Sozialprojekt für Sexarbeitende als ein Ort analysiert, wo gegenwärtige geosexuelle Hierarchien zwischen dem „sexuell progressiven“ Westeuropa und dem “traditionalistischen” Osteuropa auf Alltagsebene reproduziert werden. Insgesamt trägt die Dissertation zu den aktuellen wissenschaftlichen Diskussionen über männliche Sexarbeit und Migration, sexuelle Identitäten männlicher Sexarbeiter, Wandel der Sexarbeit, insbesondere der Straßensexarbeit, in der Spätmoderne sowie zur Reproduzierung geosexueller Ungleichheiten in Europa auf Alltagsebene bei.

Publication Details

Journal
edoc Publication server (Humboldt University of Berlin)
Published
2025-11-06
DOI
https://doi.org/10.18452/34408
Primary Topic
Sex work and related issues
Type
article
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Romanian and Bulgarian Male Sex Workers in Berlin: An Ethnography of the Community

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Romanian and Bulgarian Male Sex Workers in Berlin: An Ethnography of the Community

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Abstract

Die vorliegende Dissertation stellt eine ethnographische Studie von rumänischen und bulgarischen männlichen Sexarbeitern in Berlin dar. Auf Basis der teilnehmenden Beobachtung und Interviews werden die Gründe für die Migration von Männern aus Rumänien und Bulgarien nach Berlin, und in die Sexarbeit, untersucht, sowie wie rumänische und bulgarische männliche Sexarbeiter in Berlin ihre sexuellen Identitäten aushandeln. Die Dissertation besteht aus zwei veröffentlichten und zwei unveröffentlichten wissenschaftlichen Aufsätzen. Im ersten Aufsatz wird die aktuelle Topographie der mann- männlichen Straßensexarbeit in Berlin dargestellt. Es wird gezeigt, wie Digitalisierung, Gentrifizierung und Normalisierung der Homosexualität zum Verschwinden der männlichen Straßensexarbeit an einigen Orten in Berlin geführt haben, und zu ihrer sozialräumlichen und diskursiven Marginalisierung an anderen. Im zweiten Aufsatz werden Migrationsmotive und Erfahrungen rumänischer und bulgarischer männlicher Sexarbeiter in Berlin untersucht. Im dritten Aufsatz stehen Aushandlungen von deren Sexualitäten im Vordergrund. Es werden sechs Strategien aufgezeigt, die die migrantischen Sexarbeiter benutzen, um sowohl von den Kunden als auch von den Landsleuten akzeptiert und richtig „gelesen” zu werden. Letztlich wird im vierten Artikel die Anlaufstelle vom Sozialprojekt für Sexarbeitende als ein Ort analysiert, wo gegenwärtige geosexuelle Hierarchien zwischen dem „sexuell progressiven“ Westeuropa und dem “traditionalistischen” Osteuropa auf Alltagsebene reproduziert werden. Insgesamt trägt die Dissertation zu den aktuellen wissenschaftlichen Diskussionen über männliche Sexarbeit und Migration, sexuelle Identitäten männlicher Sexarbeiter, Wandel der Sexarbeit, insbesondere der Straßensexarbeit, in der Spätmoderne sowie zur Reproduzierung geosexueller Ungleichheiten in Europa auf Alltagsebene bei.

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