Decomposing Landscapes. On Time and Matter within the Entangled Fabric of South Euboea.
Der Eingriff in die Schichten der Erde zum Zwecke der Materialgewinnung ist ein wesentlicher Bestandteil der Bauindustrie, der sich tiefgreifend auf sämtliche ökologischen, klimatischen und wirtschaftlichen Systeme auswirkt. Dieses Projekt untersucht das Spannungsverhältnis zwischen Architektur und Ökologie anhand einer ortsspezifischen Analyse der griechischen Insel Euböa. Die Auseinandersetzung mit der spezifischen Landschaft erfolgt dabei über drei Handlungsmuster—Umwandlung, Verwebung und Remontage—und mündet in eine räumliche Antwort auf die mehr-als-menschlichen Bedürfnisse des existierenden Netzwerks. Umwandlung bedeutet, „Landschaft“ nicht mehr als statische Komposition zu begreifen, sondern als Prozess von Bewegung, Zeitlichkeit und Dekomposition. Verwebung bezeichnet die Anwendung dieser Perspektive auf die vorgefundene Landschaft Süd-Euböas, in welcher sich die Narben menschlicher Aktivitäten wie Brandstiftung und Ressourcenabbau eingeschrieben haben. Remontage schließlich eröffnet Möglichkeiten für artenübergreifendes Zusammenleben, indem das Vernakuläre als Ansatz für eine gemeinsame Sprache der Materialverwendung herangezogen wird.
Institutions
- TU Wien (AT)
Publication Details
- Journal
- reposiTUm (TU Wien)
- Published
- 2025-10-01
- DOI
- https://doi.org/10.34726/hss.2025.116641
- Primary Topic
- Ecology, Conservation, and Geographical Studies
- Type
- article
- Field-Weighted Citation Impact
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