High-Performance Computing for Critical Collapse in General Relativity

Das Hauptaugenmerk dieser Arbeit liegt auf der Entwicklung und Evaluierung eines modernen parallelen Rechenframeworks zur Untersuchung des kritischen Kollapses eines masselosen Skalarfeldes an der Schwelle zur Schwarzen-Loch-Bildung in der Allgemeinen Relativitätstheorie. Ein bestehender FORTRAN-Code wurde in eine modulare C++-Implementierung portiert, die eine Fourier-pseudospektrale Diskretisierung, Taylor-Reihen-Randentwicklungen und eine implizite Runge–Kutta-Integration verwendet. Zur Nutzung aktueller Hochleistungsrechnerarchitekturen unterstützt der Solver Shared-Memory-Parallelisierung über OpenMP, Distributed-Memory-Parallelisierung über MPI, sowie einen hybriden Ansatz aus MPI und OpenMP. Der Vienna Scientific Cluster 5 wurde für großskalige Simulationen und Performance-Benchmarks eingesetzt. Es wird gezeigt, dass der Solver die kritischen Anfangsdatenfunktionen sowie die Echoing-Periode mit hoher Genauigkeit reproduziert und dabei den publizierten Referenzwert bei D=4 bis auf die letzte signifikante Stelle erreicht. Konvergenuntersuchungen bestätigen zudem die numerische Konsistenz. Die Analyse der Parallelisierung zeigt, dass OpenMP auf einem einzelnen Knoten Rechenzeitbeschleunigungen bis zu 70 erreicht, MPI über mehrere hundert Prozesse hinweg auf bis zu 170-fachen Geschwindigkeitszuwachs skaliert und der hybride Ansatz eine Skalierung auf mehreren tausend Kernen mit Beschleunigungen von über 250 ermöglicht.

Institutions

Publication Details

Journal
reposiTUm (TU Wien)
Published
2025-10-01
DOI
https://doi.org/10.34726/hss.2025.131160
Primary Topic
Pulsars and Gravitational Waves Research
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
0.00
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High-Performance Computing for Critical Collapse in General Relativity

reposiTUm (TU Wien)
Pulsars and Gravitational Waves Research
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High-Performance Computing for Critical Collapse in General Relativity

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Abstract

Das Hauptaugenmerk dieser Arbeit liegt auf der Entwicklung und Evaluierung eines modernen parallelen Rechenframeworks zur Untersuchung des kritischen Kollapses eines masselosen Skalarfeldes an der Schwelle zur Schwarzen-Loch-Bildung in der Allgemeinen Relativitätstheorie. Ein bestehender FORTRAN-Code wurde in eine modulare C++-Implementierung portiert, die eine Fourier-pseudospektrale Diskretisierung, Taylor-Reihen-Randentwicklungen und eine implizite Runge–Kutta-Integration verwendet. Zur Nutzung aktueller Hochleistungsrechnerarchitekturen unterstützt der Solver Shared-Memory-Parallelisierung über OpenMP, Distributed-Memory-Parallelisierung über MPI, sowie einen hybriden Ansatz aus MPI und OpenMP. Der Vienna Scientific Cluster 5 wurde für großskalige Simulationen und Performance-Benchmarks eingesetzt. Es wird gezeigt, dass der Solver die kritischen Anfangsdatenfunktionen sowie die Echoing-Periode mit hoher Genauigkeit reproduziert und dabei den publizierten Referenzwert bei D=4 bis auf die letzte signifikante Stelle erreicht. Konvergenuntersuchungen bestätigen zudem die numerische Konsistenz. Die Analyse der Parallelisierung zeigt, dass OpenMP auf einem einzelnen Knoten Rechenzeitbeschleunigungen bis zu 70 erreicht, MPI über mehrere hundert Prozesse hinweg auf bis zu 170-fachen Geschwindigkeitszuwachs skaliert und der hybride Ansatz eine Skalierung auf mehreren tausend Kernen mit Beschleunigungen von über 250 ermöglicht.

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