Das Gelisa-Modell: Ein Vergleichsinstrument zur übereinzelsprachlichen Visualisierung syntaktischer Strukturen?
Abstract Der Artikel befasst sich mit dem Generalisierten Linearen Satzmodell (kurz Gelisa-Modell), das über eine Modifizierung des Topologischen Satzmodells entwickelt und insbesondere als Bezugsgrundlage für den interlingualen Vergleich wie auch für didaktische Zwecke vorgeschlagen wurde. Beleuchtet und diskutiert werden Darstellung und einzelne Strukturpositionen des Gelisa-Modells sowie die damit angelegte Umsetzung einer visualisierten Kontrastierung der syntaktischen Linearstruktur verschiedener Sprachen. Der Blick richtet sich auf die Einlösbarkeit der intendierten Veranschaulichung, d.h. die Frage, inwiefern sich das Gelisa-Modell als einheitliches Strukturmuster für eine adäquate Abbildung der sequenziellen Ordnung, bezogen auf die deklarative Stellungsabfolge des Englischen, Französischen, Türkischen und Arabischen anwenden lässt und ob die direkte Gegenüberstellung zur entsprechenden Linearstruktur des Deutschen einen Vergleich erlaubt. Insgesamt werden hierbei Befunde erbracht, die gravierende Unstimmigkeiten und deutliche Problembereiche auffächern sowie offenlegen, dass das Gelisa-Modell in der angelegten Darstellung nicht mit den propagierten Leistungen und dezidiert formulierten Ansprüchen übereinkommt.
Institutions
- University of Education Freiburg (DE)
Publication Details
- Journal
- Glottotheory
- Published
- 2025-06-01
- DOI
- https://doi.org/10.1515/glot-2025-2006
- Primary Topic
- Linguistic research and analysis
- Type
- article
- Field-Weighted Citation Impact
- 0.00