Bridging the digital divide: Challenges and measures in digitalisation projects with stakeholders of different age and IT knowledge backgrounds

Die Digitalisierung ist nicht nur eine technische, sondern vor allem eine menschliche Herausforderung. Das Internet und die rasante Weiterentwicklung der Informationstechnologie haben in den vergangenen 20 Jahren nahezu alle Lebensbereiche über alle Generationen hinweg nachhaltig verändert. Sowohl privat als auch beruflich wird zunehmend erwartet, Aufgaben am Computer zu erledigen. Vor allem im beruflichen Umfeld müssen sich Beschäftigte kontinuierlich auf neue digitalisierte Prozesse und damit einhergehende Veränderungen ihrer Arbeitsweise einstellen. Mit diesen Änderungen kommen nicht alle gleichermaßen zurecht; das kann Digitalisierungsprojekte vor erhebliche Herausforderungen stellen. Diese Arbeit untersucht Rahmenbedingungen, die sich aus Altersunterschieden der Beteiligten (\char34 Age Gap") sowie aus unterschiedlichen IT-Kompetenzen und -Erfahrungen ("Knowledge Gap") ergeben und die Erfolgsaussichten von Digitalisierungsprojekten beeinflussen können. Untersucht wird, inwiefern diese Unterschiede die Einstellung und das Verhalten der Betroffenen bei der Einführung neuer IT-Projekte beeinflussen. Eine umfassende Literaturrecherche liefert auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft Themenbereiche, die im Rahmen einer Mehrfachfallstudie untersucht werden. Hierbei werden in zwei Fallbeispielen jeweils eine Umfrage als quantitative und Interviews als qualitative Methode eingesetzt. Die Ergebnisse werden nachfolgend mit erfahrenen Projektleitern auf dem Gebiet der Digitalisierung eingehend diskutiert. Dabei zeigt sich, dass die untersuchten Unterschiede hinsichtlich Alter und IT-Wissen in Digitalisierungsprojekten eine zentrale Rolle spielen. Dies betrifft vor allem die Bereitschaft, grundlegende Veränderungen der Arbeitsweise zu akzeptieren und sich in neue IT-Systeme einzuarbeiten. Dabei haben sich vier konkrete Herausforderungen herauskristallisiert, zu denen geeignete Maßnahmen definiert wurden. Als konkrete Herausforderungen wurden identifiziert: "Fehlender Wille, sich mit neuen Themen zu beschäftigen", "Durch IT verursachte Informationsüberflutung", "Angst, dass neue Applikationen nicht zur aktuellen Arbeitsweise passen" und "Skepsis gegenüber neuen IT-Anwendungen". Diese Ergebnisse wurden mit Experten für das Management von Digitalisierungsprojekten validiert. Die Ergebnisse dieser Arbeit zeigen im Vergleich zur bisherigen wissenschaftlichen Literatur neue Problemfelder und zugehörige Maßnahmen auf. Die wissenschaftlichen Ergebnisse können zusätzlich auch eine Relevanz in der Praxis haben um eine Grundlage zu bieten, Betroffene von Digitalisierungsprojekten gezielt durch den Veränderungsprozess zu begleiten und deren Akzeptanz gegenüber neuen IT-Anwendungen zu fördern.

Institutions

Publication Details

Journal
reposiTUm (TU Wien)
Published
2025-10-01
DOI
https://doi.org/10.34726/hss.2025.121381
Primary Topic
Social Policies and Healthcare Reform
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
0.00
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article

Bridging the digital divide: Challenges and measures in digitalisation projects with stakeholders of different age and IT knowledge backgrounds

reposiTUm (TU Wien)
Social Policies and Healthcare Reform
article

Bridging the digital divide: Challenges and measures in digitalisation projects with stakeholders of different age and IT knowledge backgrounds

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Abstract

Die Digitalisierung ist nicht nur eine technische, sondern vor allem eine menschliche Herausforderung. Das Internet und die rasante Weiterentwicklung der Informationstechnologie haben in den vergangenen 20 Jahren nahezu alle Lebensbereiche über alle Generationen hinweg nachhaltig verändert. Sowohl privat als auch beruflich wird zunehmend erwartet, Aufgaben am Computer zu erledigen. Vor allem im beruflichen Umfeld müssen sich Beschäftigte kontinuierlich auf neue digitalisierte Prozesse und damit einhergehende Veränderungen ihrer Arbeitsweise einstellen. Mit diesen Änderungen kommen nicht alle gleichermaßen zurecht; das kann Digitalisierungsprojekte vor erhebliche Herausforderungen stellen. Diese Arbeit untersucht Rahmenbedingungen, die sich aus Altersunterschieden der Beteiligten (\char34 Age Gap") sowie aus unterschiedlichen IT-Kompetenzen und -Erfahrungen ("Knowledge Gap") ergeben und die Erfolgsaussichten von Digitalisierungsprojekten beeinflussen können. Untersucht wird, inwiefern diese Unterschiede die Einstellung und das Verhalten der Betroffenen bei der Einführung neuer IT-Projekte beeinflussen. Eine umfassende Literaturrecherche liefert auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft Themenbereiche, die im Rahmen einer Mehrfachfallstudie untersucht werden. Hierbei werden in zwei Fallbeispielen jeweils eine Umfrage als quantitative und Interviews als qualitative Methode eingesetzt. Die Ergebnisse werden nachfolgend mit erfahrenen Projektleitern auf dem Gebiet der Digitalisierung eingehend diskutiert. Dabei zeigt sich, dass die untersuchten Unterschiede hinsichtlich Alter und IT-Wissen in Digitalisierungsprojekten eine zentrale Rolle spielen. Dies betrifft vor allem die Bereitschaft, grundlegende Veränderungen der Arbeitsweise zu akzeptieren und sich in neue IT-Systeme einzuarbeiten. Dabei haben sich vier konkrete Herausforderungen herauskristallisiert, zu denen geeignete Maßnahmen definiert wurden. Als konkrete Herausforderungen wurden identifiziert: "Fehlender Wille, sich mit neuen Themen zu beschäftigen", "Durch IT verursachte Informationsüberflutung", "Angst, dass neue Applikationen nicht zur aktuellen Arbeitsweise passen" und "Skepsis gegenüber neuen IT-Anwendungen". Diese Ergebnisse wurden mit Experten für das Management von Digitalisierungsprojekten validiert. Die Ergebnisse dieser Arbeit zeigen im Vergleich zur bisherigen wissenschaftlichen Literatur neue Problemfelder und zugehörige Maßnahmen auf. Die wissenschaftlichen Ergebnisse können zusätzlich auch eine Relevanz in der Praxis haben um eine Grundlage zu bieten, Betroffene von Digitalisierungsprojekten gezielt durch den Veränderungsprozess zu begleiten und deren Akzeptanz gegenüber neuen IT-Anwendungen zu fördern.

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