Machine Learning for Vulnerability Detection in Smart Contracts. A Comparison of Approaches.
Smart Contracts (Blockchain-Programme) sichern mittlerweile beträchtliche Vermögenswerte und sind daher ein attraktives Ziel für Angreifer. Dabei stellt Reentrancy eine wichtige Klasse an Schwachstellen dar. Gleichzeitig führt das wachsende Interesse an maschinellem Lernen (ML) zu einer Vielzahl von Vorschlägen für automatisierte Schwachstellenerkennung als Alternative zu klassischen Analysemethoden. Bestehende Übersichtsarbeiten dazu führen verschiedene Methoden an, Klassifikationen bleiben jedoch oft ungenau oder unvollständig, und vergleichende empirische Evaluierungen sind rar. Um diese Lücken zu schließen, gehen wir als Teil dieser Arbeit folgendermaßen vor:(1) Zur Bewertung des Stands der Technik führen wir eine systematische Literaturrecherche durch und leiten daraus eine Taxonomie ab, die Lernparadigmen mit konkreten Modellfamilien verknüpft, welche in der Smart-Contract-Analyse zum Einsatz kommen.(2) In einer vergleichenden Modellanalyse untersuchen wir zwei repräsentative ML–basierte Detektoren—MANDO-HGT (basierend auf einem Graph Neural Network) undVulHunter (basierend auf einem Bi-LSTM)—durch Auswertung der jeweiligen Publikationen und zugehörigen Open-Source-Repositories. (3) In einer empirischen Testreihe integrieren wir die ausgewählten Tools in die Testumgebung SmartBugs und führen drei Experimente durch: (I) Test der Modelle mit einer Auswahl von minimalen Reentrancy-Beispiel-Contracts (II) Tests mit einem größeren Real-World Datensatz; und (III) Retraining der Modelle am gleichen Datenset.Ergebnisse. Das originale VulHunter ist konkurrenzfähig, bleibt jedoch beim Recall hinter klassischen Analysetools wie Slither und Mythril zurück. Das MANDO-Basismodell zeigt eine hohe Übererkennung (hoher Recall, geringe Präzision) und MANDO-HGT bleibt hinter den originalen Ergebnissen seiner Autoren zurück. Nach dem Retraining beider Modelle mit identischen Daten übertrifft VulHunter auf einem Holdout-Set von 120 Contracts klassische Analysetools bei F1 und Präzision, jedoch immer noch nicht beim Recall. Insgesamt legen unsere Ergebnisse nahe, dass ML ein sinnvoller ergänzender Ansatz zur traditionellen Schwachstellenanalyse sein kann—insbesondere bei sorgfältigem Instanzentwurf sowie verlässlichen Labels.Beiträge. (i) eine klar strukturierte Taxonomie von ML-Techniken zur Erkennung von Smart-Contract-Schwachstellen; (ii) ein detaillierter Modellvergleich von verschiedenen ML-basierten Ansätzen (iii) eine Erweiterung des SmartBugs-Frameworks um ausgewählte ML-Tools; sowie (iv) eine empirische Evaluation ML-basierter Werkzeuge.
Institutions
- TU Wien (AT)
Publication Details
- Journal
- reposiTUm (TU Wien)
- Published
- 2025-09-01
- DOI
- https://doi.org/10.34726/hss.2025.123001
- Primary Topic
- Prenatal Screening and Diagnostics
- Type
- article
- Field-Weighted Citation Impact
- 0.00