Query Decomposition for Distributed Complex Event Processing

Complex Event Processing (CEP) Systeme evaluieren Abfragen über hochfrequenten Ereignisströmen, um relevante Muster darin zu erkennen. In Szenarien mit verteilten Ereignisquellen, etwa in Sensornetzwerken oder IoT-Anwendungen, gewinnt CEP zunehmend an Bedeutung. Bestehende Ansätze nutzen das Optimierungspotenzial in solchen Netzwerken nur begrenzt aus. Diese Dissertation stellt Techniken zur Optimierung verteilter Mustererkennung vor, die darauf abzielen, die Netzwerkkosten, also die Anzahl der im Netzwerk ausgetauschten Nachrichten, zu minimieren. Dazu nutzen wir sowohl die Semantik der Abfragesprache als auch Netzwerkeigenschaften aus. Insbesondere führen wir eine Dekompositionstechnik von Mustern ein, mit der korrekte Teilmuster spezifiziert und für die verteilte Erkennung genutzt werden können. Darauf aufbauend führen wir Modelle für die verteilte Mustererkennung in Netzwerken ein: MuSE- und INEv-Graphen. Während MuSE-Graphen eine vollständige Netzwerktopologie voraussetzen, erlauben INEv-Graphen beliebige Netzwerktopologien und spezifizieren die effizienten Weiterleitung von Ereignissen. Zusätzlich untersuchen wir die Ereignisübertragung. Während Ereignisse üblicherweise sofort nach ihrer Generierung versandt werden, können Kommunikationskosten reduziert werden, indem die Übertragung erst durch eine Anfrage geschieht. Hierzu führen wir PrePP-Pläne ein, die die Anfrage-basierte Übertragung von Ereignissen mit Prädikat-basierter Filterung modellieren. Schließlich übertragen wir unsere Dekompositionstechniken auf die parallele Mustererkennung. Dabei analysieren wir Durchsatzengpässe bei Rechenknoten und entwickeln ein Kostenmodell zur Musterdetektion in Clusterumgebungen. Die resultierenden DecoPa-Pläne ermöglichen eine durchsatzoptimierte, parallele Mustererkennung. Für alle Modelle definieren wir formale Eigenschaften, beweisen Korrektheit und geben Konstruktionsalgorithmen an. Experimente zeigen die Überlegenheit unserer Ansätze gegenüber bestehenden Verfahren.

Publication Details

Journal
edoc Publication server (Humboldt University of Berlin)
Published
2025-10-16
DOI
https://doi.org/10.18452/33590
Primary Topic
Graph Theory and Algorithms
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
0.00
Controls
|||
ALL TIME
JAN
FEB
MAR
APR
MAY
JUN
JUL
AUG
SEP
OCT
article

Query Decomposition for Distributed Complex Event Processing

edoc Publication server (Humboldt University of Berlin)
Graph Theory and Algorithms
article

Query Decomposition for Distributed Complex Event Processing

article en

Abstract

Complex Event Processing (CEP) Systeme evaluieren Abfragen über hochfrequenten Ereignisströmen, um relevante Muster darin zu erkennen. In Szenarien mit verteilten Ereignisquellen, etwa in Sensornetzwerken oder IoT-Anwendungen, gewinnt CEP zunehmend an Bedeutung. Bestehende Ansätze nutzen das Optimierungspotenzial in solchen Netzwerken nur begrenzt aus. Diese Dissertation stellt Techniken zur Optimierung verteilter Mustererkennung vor, die darauf abzielen, die Netzwerkkosten, also die Anzahl der im Netzwerk ausgetauschten Nachrichten, zu minimieren. Dazu nutzen wir sowohl die Semantik der Abfragesprache als auch Netzwerkeigenschaften aus. Insbesondere führen wir eine Dekompositionstechnik von Mustern ein, mit der korrekte Teilmuster spezifiziert und für die verteilte Erkennung genutzt werden können. Darauf aufbauend führen wir Modelle für die verteilte Mustererkennung in Netzwerken ein: MuSE- und INEv-Graphen. Während MuSE-Graphen eine vollständige Netzwerktopologie voraussetzen, erlauben INEv-Graphen beliebige Netzwerktopologien und spezifizieren die effizienten Weiterleitung von Ereignissen. Zusätzlich untersuchen wir die Ereignisübertragung. Während Ereignisse üblicherweise sofort nach ihrer Generierung versandt werden, können Kommunikationskosten reduziert werden, indem die Übertragung erst durch eine Anfrage geschieht. Hierzu führen wir PrePP-Pläne ein, die die Anfrage-basierte Übertragung von Ereignissen mit Prädikat-basierter Filterung modellieren. Schließlich übertragen wir unsere Dekompositionstechniken auf die parallele Mustererkennung. Dabei analysieren wir Durchsatzengpässe bei Rechenknoten und entwickeln ein Kostenmodell zur Musterdetektion in Clusterumgebungen. Die resultierenden DecoPa-Pläne ermöglichen eine durchsatzoptimierte, parallele Mustererkennung. Für alle Modelle definieren wir formale Eigenschaften, beweisen Korrektheit und geben Konstruktionsalgorithmen an. Experimente zeigen die Überlegenheit unserer Ansätze gegenüber bestehenden Verfahren.

edoc Publication server (Humboldt University of Berlin)
Openalex Percentile: Top 44%
Graph Theory and Algorithms
AI Navigator

Ask Laika to Summarize, Analyze, and Connect papers live on the map.

Summarize Papers & Methodologies

Extract key findings, datasets, and comparative methods across publications.

Benchmark Rankings & Visual Analytics

Rank top research institutions, authors, funders, topics, and journals by Field-Weighted Citation Impact (FWCI) and paper volume with instant charts.

Connect Distant Disciplines

Bridge topological clusters on the map to find hidden collaborative intersections.