Comparison of mortality in perioperative pulmonary embolism and resuscitation in hospitals without and with extracorporeal membrane oxygenation availability

Bei der Lungenarterienembolie handelt es sich um eine relativ seltene, aber potentiell lebensbedrohliche Komplikation chirurgischer Eingriffe. Durch diese sowie weitere perioperative Komplikationen kann es als gemeinsame fatale Endstrecke zu Reanimationssituationen kommen. In beiden Fällen ist eine zügige Therapieentscheidung und -einleitung von entscheidender Bedeutung. In den letzten Jahren hat sich die ECMO als Therapieoption bei kardiopulmonalen Störungen zunehmend etabliert, so zum Teil auch bei LAE und Reanimationen. Ziel dieser Arbeit ist es nachzuweisen, inwiefern Krankenhäuser mit Expertise in der ECMO-Anwendung einen Überlebensvorteil bei den genannten perioperativen Komplikationen bieten können. Die Häufigkeit des Auftretens korreliert dabei mit dem Alter, dem Geschlecht und Vorerkrankungen des Patienten, sowie der Invasivität des Eingriffs. Datengrundlage waren die vom Statistischen Bundesamt zur Verfügung gestellten DRG-Daten aller deutschen Krankenhäuser der Jahre 2012-2019. Im risikoadjustierten Vergleich der Odds-Ratios der Mortalität zwischen Krankenhäusern mit jährlich mindestens 20 ECMO-Anwendungen mit den übrigen Krankenhäusern zeigte sich eine deutlich niedrigere Mortalität in den ECMO-Zentren. Da der Anteil der Patienten, die tatsächlich ein extrakorporales Verfahren erhalten haben auch in den ECMO-Zentren relativ niedrig ist, und diese Patienten außerdem eine hohe Mortalität aufweisen, kann die ECMO-Anwendung an sich nicht die Ursache für die niedrige Mortalität sein. Die ECMO-Vorhaltung des Krankenhauses ist somit ein Surrogatparameter für eine hohe Expertise im Management akuter kardiopulmonaler Störungen. Dies deckt sich mit der Beobachtung in anderen Bereichen, dass eine hohe Anzahl durchgeführter Eingriffe im jeweiligen Krankenhaus mit einem besseren Ergebnis einhergeht. Eine Durchführung von großen chirurgischen Eingriffen in Zentren mit Erfahrung ist daher auch aufgrund des erfolgreicheren Komplikationsmanagements insbesondere für Risikopatienten und -eingriffe zu empfehlen.

Publication Details

Journal
Online Publication Service of Würzburg University (Würzburg University)
Published
2025-01-01
DOI
https://doi.org/10.25972/opus-40319
Primary Topic
Forest Ecology and Biodiversity Studies
Type
article
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Comparison of mortality in perioperative pulmonary embolism and resuscitation in hospitals without and with extracorporeal membrane oxygenation availability

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Forest Ecology and Biodiversity Studies
article

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Abstract

Bei der Lungenarterienembolie handelt es sich um eine relativ seltene, aber potentiell lebensbedrohliche Komplikation chirurgischer Eingriffe. Durch diese sowie weitere perioperative Komplikationen kann es als gemeinsame fatale Endstrecke zu Reanimationssituationen kommen. In beiden Fällen ist eine zügige Therapieentscheidung und -einleitung von entscheidender Bedeutung. In den letzten Jahren hat sich die ECMO als Therapieoption bei kardiopulmonalen Störungen zunehmend etabliert, so zum Teil auch bei LAE und Reanimationen. Ziel dieser Arbeit ist es nachzuweisen, inwiefern Krankenhäuser mit Expertise in der ECMO-Anwendung einen Überlebensvorteil bei den genannten perioperativen Komplikationen bieten können. Die Häufigkeit des Auftretens korreliert dabei mit dem Alter, dem Geschlecht und Vorerkrankungen des Patienten, sowie der Invasivität des Eingriffs. Datengrundlage waren die vom Statistischen Bundesamt zur Verfügung gestellten DRG-Daten aller deutschen Krankenhäuser der Jahre 2012-2019. Im risikoadjustierten Vergleich der Odds-Ratios der Mortalität zwischen Krankenhäusern mit jährlich mindestens 20 ECMO-Anwendungen mit den übrigen Krankenhäusern zeigte sich eine deutlich niedrigere Mortalität in den ECMO-Zentren. Da der Anteil der Patienten, die tatsächlich ein extrakorporales Verfahren erhalten haben auch in den ECMO-Zentren relativ niedrig ist, und diese Patienten außerdem eine hohe Mortalität aufweisen, kann die ECMO-Anwendung an sich nicht die Ursache für die niedrige Mortalität sein. Die ECMO-Vorhaltung des Krankenhauses ist somit ein Surrogatparameter für eine hohe Expertise im Management akuter kardiopulmonaler Störungen. Dies deckt sich mit der Beobachtung in anderen Bereichen, dass eine hohe Anzahl durchgeführter Eingriffe im jeweiligen Krankenhaus mit einem besseren Ergebnis einhergeht. Eine Durchführung von großen chirurgischen Eingriffen in Zentren mit Erfahrung ist daher auch aufgrund des erfolgreicheren Komplikationsmanagements insbesondere für Risikopatienten und -eingriffe zu empfehlen.

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