Tracing Jets Across Redshifts: Blazars and the Impact of Jets in High-z Quasars

Blazare, eine Unterklasse der radio-lauten Aktiven Galaktischen Kerne (AGN) mit Jets, die nahe an unsere Sichtlinie ausgerichtet sind, bieten wertvolle Einblicke in die Jet-Physik und die Demografie gejetter AGN. In dieser Dissertation präsentieren wir einen neuen Algorithmus, der Blazare von Nicht-Blazaren anhand ihrer Radiomorphologie unterscheidet, basierend auf Daten des Very Large Array Sky Survey (VLASS). Die Anwendung dieses Algorithmus auf bereits existierende Kataloge zeigt, dass über 12% der zuvor klassifizierten Blazarkandidaten eine nicht blazar-typische Morphologie aufweisen. Bemerkenswerterweise stellen wir fest, dass etwa 3% der zuvor „bestätigten” Blazare wahrscheinlich falsch klassifiziert wurden. Eine Fallstudie zu J0643–3314, der zunächst als Blazarkandidat identifiziert wurde, wurde von unserem Algorithmus als Blazar ausgeschlossen, was durch Beobachtungsdaten gestützt wird. Dies zeigt die Zuverlässigkeit unseres morphologie-basierten Algorithmus. Im Rahmen einer Erweiterung auf hoch rotverschobene Quasare präsentieren wir optische und nah-infrarote Spektroskopie von vier radio-hellen Quasaren bei z=5,7-7,0. Wir schätzen die Massen der Schwarzen Löcher, die bolometrische Leuchtkraft, und die Eddington-Verhältnisse dieser z>5,7-Quasare ab. Obwohl unsere Stichprobe zunächst begrenzt ist, deuten die Ergebnisse darauf hin, dass hoch rotverschobene radio-laute Quasare möglicherweise nicht häufig super-Eddington-akkretiende Schwarze Löcher beherbergen, im Vergleich zu ihren radio-leisen Gegenstücken mit hoher Rotverschiebung oder radio-lauten Quasaren mit niedriger Rotverschiebung. Diese Hypothese wird mit einer erweiterten Stichprobe von 22 weiteren bekannten z>5-radio-lauten Quasaren weiter geprüft. Wir präsentieren vorläufige Ergebnisse der mit dem Large Binocular Telescope (LBT) aufgenommenen Spektren. Diese Spektren liefern uns einen größeren Datensatz, um schlüssiger zu bestimmen, ob hochrotverschobene radio-laute Quasare tatsächlich mit einer höheren Rate akkretiieren.

Publication Details

Journal
heiDOK (Heidelberg University)
Published
2025-01-01
DOI
https://doi.org/10.11588/heidok.00036133
Primary Topic
Wheat and Barley Genetics and Pathology
Type
article
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Tracing Jets Across Redshifts: Blazars and the Impact of Jets in High-z Quasars

heiDOK (Heidelberg University)
Wheat and Barley Genetics and Pathology
article

Tracing Jets Across Redshifts: Blazars and the Impact of Jets in High-z Quasars

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Abstract

Blazare, eine Unterklasse der radio-lauten Aktiven Galaktischen Kerne (AGN) mit Jets, die nahe an unsere Sichtlinie ausgerichtet sind, bieten wertvolle Einblicke in die Jet-Physik und die Demografie gejetter AGN. In dieser Dissertation präsentieren wir einen neuen Algorithmus, der Blazare von Nicht-Blazaren anhand ihrer Radiomorphologie unterscheidet, basierend auf Daten des Very Large Array Sky Survey (VLASS). Die Anwendung dieses Algorithmus auf bereits existierende Kataloge zeigt, dass über 12% der zuvor klassifizierten Blazarkandidaten eine nicht blazar-typische Morphologie aufweisen. Bemerkenswerterweise stellen wir fest, dass etwa 3% der zuvor „bestätigten” Blazare wahrscheinlich falsch klassifiziert wurden. Eine Fallstudie zu J0643–3314, der zunächst als Blazarkandidat identifiziert wurde, wurde von unserem Algorithmus als Blazar ausgeschlossen, was durch Beobachtungsdaten gestützt wird. Dies zeigt die Zuverlässigkeit unseres morphologie-basierten Algorithmus. Im Rahmen einer Erweiterung auf hoch rotverschobene Quasare präsentieren wir optische und nah-infrarote Spektroskopie von vier radio-hellen Quasaren bei z=5,7-7,0. Wir schätzen die Massen der Schwarzen Löcher, die bolometrische Leuchtkraft, und die Eddington-Verhältnisse dieser z>5,7-Quasare ab. Obwohl unsere Stichprobe zunächst begrenzt ist, deuten die Ergebnisse darauf hin, dass hoch rotverschobene radio-laute Quasare möglicherweise nicht häufig super-Eddington-akkretiende Schwarze Löcher beherbergen, im Vergleich zu ihren radio-leisen Gegenstücken mit hoher Rotverschiebung oder radio-lauten Quasaren mit niedriger Rotverschiebung. Diese Hypothese wird mit einer erweiterten Stichprobe von 22 weiteren bekannten z>5-radio-lauten Quasaren weiter geprüft. Wir präsentieren vorläufige Ergebnisse der mit dem Large Binocular Telescope (LBT) aufgenommenen Spektren. Diese Spektren liefern uns einen größeren Datensatz, um schlüssiger zu bestimmen, ob hochrotverschobene radio-laute Quasare tatsächlich mit einer höheren Rate akkretiieren.

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