96. Jahrestagung der Norddeutschen Dermatologischen Gesellschaft

Am letzten Augustwochenende (29.08.–31.08.2025) fand an der Ostsee die 96. Jahrestagung der Norddeutschen Dermatologischen Gesellschaft (NDG) in Rostock/Hohe Düne statt, an der neben treuen Stammgästen auch viele neue junge Ärztinnen/Ärzte und Wissenschaftler:innen teilnahmen. Wie bewährt bestand das Tagungsvorprogramm am Freitag, dem 29.08.2025, aus fünf praktisch orientierten Kursen: Während Dr. Dr. Ole Jung (Rostock) Interessierte in minimal-invasiver ästhetischer Behandlung in die Hautklinik Rostock einlud, begeisterten im Kongresszentrum Hohe Düne Dr. Dieter Reinel und Dr. Andreas Montag (beide Hamburg) zusammen mit Dr. Rüdiger Panzer (Rostock) die Teilnehmer durch Ihre Expertise in der Tropen- und Reisedermatologie. Prof. Dr. Markus Zutt (Bremen) brachte indes in gewohnt systematischer Weise die Feinheiten der Ultraschalldiagnostik an studentischen Probandinnen nahe. Nicht zuletzt stach der beliebte praktische Kurs in Auflichtmikroskopie von Priv.-Doz. Dr. Dr. Jürgen Kreusch (Lübeck) durch maximale Teilnehmerzahlen hervor. Zur Eröffnung der Jahrestagung begrüßten Dr. Andreas Timmel (Bergen auf Rügen) als Vorsitzender des BVDD-Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern und der NDG Vorsitzende Dr. Michael Tronnier (Hildesheim) die bereits zahlreichen Anwesenden und betonten mit Augenzwinkern die besonderen Vorzüge des ausrichtenden Bundeslandes. Im Assistent:innen-Forum präsentierten neun jungen Kliniker:innen und Wissenschaftler:innen, ihre interessanten Arbeiten und klinischen Fälle. Im Anschluss demonstrierte Prof. Dr. Julia Welzel (Augsburg) in dem Vortrag „Moderne dermatologische Lehre – von Moulagen zu Avataren“, wie etablierte Lehrmethoden um faszinierende innovative Techniken ergänzt werden können. Am Samstagmorgen, dem 30.08.2025, begann die Tagung erfrischend mit der Diaklinik, in der acht Fälle von seltenen Diagnosen oder unkonventionellen Therapien konzise vorgetragen wurden. In dem darauffolgenden Frühsymposium stellte Prof. Dr. Steffen Emmert (Rostock) im Vortrag „Intersektorale Zusammenarbeit bei seltenen Erkrankungen“ digitale Lösungsansätze am Beispiel der Wunddokumentations-App eb:fly vor, bei der die Patientendokumentation in Echtzeit an den behandelnden Arzt übermittelt werden kann. Zum Auftakt der Plenarvorträge gab Prof. Dr. Matthias Augustin (Hamburg) unter dem Titel „Versorgungssituation dermatologischer Patienten in Deutschland 2025“ einen kurzweiligen Überblick über die aktuellen gesundheitspolitischen Akteure und bestehenden Versorgungshürden. Es folgte eine inspirierende Darstellung der Etablierung eines psychodermatologischen Studierendenseminars an der Universität Kiel durch Prof. Dr. Regine Gläser (Kiel) als Plädoyer für die „psychosomatische Dermatologie“. Im Rahmen der Plenarvorträge 2 stellte Priv.-Doz. Dr. Laura Susok (Dortmund) die praxisrelevanten Aspekte der „nichtinfektiösen Erkrankungen im Genitalbereich“ anschaulich dar. Im Anschluss präsentierte Dr. Andrea Vanegas-Ramirez (Hamburg) im „Update zur kutanen Leishmaniose“ ihre Erfahrung auf diesem Gebiet mit einem Potpourri an klinischen Bildern. Zum Abschluss der Session folgte nach einer herzlichen Laudatio durch Prof. Dr. Michael Tronnier (Hildesheim) die Ehrenvorlesung von Prof. Dr. Regina Fölster-Holst (Kiel), in der sie ihr (noch nicht abgeschlossenes!) Lebenswerk auf dem Gebiet der pädiatrischen Dermatologie, insbesondere der viralen Erkrankungen und der atopischen Dermatitis, zusammenfasste. Beim Mittagssymposium rückte Priv.-Doz. Dr. Alexander Thiem das „entzündliche Jucken“ in den Fokus und stellte dieses als ein wichtiges Therapieziel bei chronisch-entzündlichen Dermatosen dar. Die Plenarvorträge 3 widmeten sich dem Thema Hauttumoren: Während Prof. Dr. Christoffer Gebhardt (Hamburg) ein „Update zu epidermalen Tumoren“ lieferte, gab Prof. Dr. Thomas Eigentler (Berlin) einen aktuellen Überblick über die neoadjuvante Therapie beim „malignen Melanom“. Priv.-Doz. Dr. Katharina Kähler (Kiel) frischte das Wissen der Teilnehmer über die „seltenen Hauttumore“ wie das Angiosarkom oder die Adnextumoren auf. Im Nachmittagssymposium hoben Priv.-Doz. Dr. Thomas Buttgereit (Berlin) und Priv.-Doz. Dr. Undine Lippert (Göttingen) mit dem Vortrag „HAE im Griff – aktuelles Therapiemanagement in der Praxis“ die klinischen Besonderheiten des hereditären Angioödems hervor. Prof. Dr. Cord Sunderkötter (Halle/Saale) eröffnete die Plenarvorträge 4 mit einem Update über die „dermatologische Infektiologie“ und stellte dabei unter anderem neue internationale Bezeichnungen für altbekannte Entitäten wie die „infizierte Zehenzwischenraum-Intertrigo“ (vormals gramnegativer Fußinfekt) vor. Als letzter Referent des Tages hielt Dr. Andreas Montag (Hamburg) das Publikum mit einem Vortrag über die „Pellagra“ in Atem. Der diesjährige Forschungspreis der NDG (gestiftet von der Firma Galderma) in Höhe von 5000,- Euro erhielt Priv.-Doz. Dr. Alexander Thiem (Rostock) für das Projekt „Negative Gefühle bei Neurodermitis und Schuppenflechte“, bei dem er das psychische Erleben von Patienten mit chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen erforschte (Abbildung 1). Als NDG-Stipendiat des Jahres 2023/2024 berichtete Dr. Farzan Solimani (Berlin) in einem virtuellen Vortrag über sein Projekt „Elucidating the role of JAK1 inhibition as pain and itch relief drug in lichen amyloidosis“. Folgende drei Beiträge wurden in diesem Jahr jeweils mit einem mit 250,- Euro dotierten Preis ausgezeichnet: „4 Fälle einer (asymptomatischen) Neurosyphilis“ von C. Reusch und C. Sander (Hamburg) für den besten Assistentenforumsvortrag; „Papulopurpurisches Gloves and Socks Syndrom bei Parvovirus B19-Infektion – ein seltener Fall“ von M.- L. Halder, J. Weilandt, B. Sasama, S. Guski, W.K. Ludwig-Peitsch (Berlin) für den besten Diaklinikvortrag; und „Spesolimab als Therapieoption einer generalisierten pustulösen Psoriasis (GPP)“ von T.M. Krause, A. Vanegas Ramirez, M. Fischer (Hamburg) für das beste Poster. Zudem wurden diesmal vier Reisestipendien von je 250,- Euro an Dr. Isabel Heidrich (Hamburg), Janine Lackmann (Bremen), Dr. Marc Melzer (Berlin) und Dr. Katharina Otto (Hildesheim) vergeben. Den Samstag ließen die Teilnehmer:innen in ungezwungener Atmosphäre während der beliebten Schiffsfahrt auf der Unterwarnow ausklingen. Der Sonntag, 31.08.2025 begann im Rahmen der Plenarvorträge 5 traditionell mit der medizinhistorischen Reihe „Ärzte, die die Welt veränderten“. Dieses Jahr gedachte Prof. Dr. Christian Sander (Hamburg) nach einem virtuellen Gruß von Prof. Dr. Dr. Gerd Plewig (München) dem bedeutenden Münchner Dermatologen Alfred Marchionini, wobei Prof. Dr. Dr. Enno Christophers (Kiel) und Dr. Dieter Reiner (Hamburg) auch aus dem Leben und ihrer persönlichen Erfahrung mit Marchionini berichten konnten. Nach dem Sprung in die Gegenwart beleuchtete Prof. Dr. Alexander Kreuter (Oberhausen/Duisburg) die „dermatologischen Herausforderungen der letzten fünf Jahre“. Die Session schloss mit praktischen Ratschlägen von Dr. Miriam Mengoni (Lübeck) zum „Nebenwirkungsmanagement dermato-onkologischer Systemtherapien“ ab. Im letzten Symposium der Tagung gaben Priv.-Doz. Dr. Undine Lippert (Göttingen) und Priv.-Doz. Dr. Frank Siebenhaar (Berlin) einen Überblick über Definition, Diagnose und Therapie der „Systemischen Mastozytose“. Während der Plenarvorträge 6 führte zum Abschluss des Kongresses Dr. Ansgar Weyergraf (Bramsche) das Publikum übersichtlich durch die Therapiemodalitäten der „Neurodermitis“ und Priv.-Doz. Dr. Undine Lippert (Göttingen) fasste die Ursachen, Diagnose und Therapie der „Angioödeme“ eindringlich zusammen. Der Vorstand bestehend aus Prof. Dr. Michael Tronnier (Hildesheim), Prof. Dr. Johannes Wohlrab (Halle), Prof. Dr. Markus Zutt (Bremen) und Prof. Dr. Steffen Emmert (Rostock) wurde für die Tätigkeit im vergangenen Jahr entlastet und wiedergewählt. Die 97. Tagung der Norddeutschen Dermatologischen Gesellschaft wird vom 28.08. bis 30.08.2026 wie gewohnt in Rostock/Hohe Düne stattfinden (Abbildung 2). Weitere Informationen zur Tagung und der Fachgesellschaft inklusive der Videoaufzeichnung eines Gespräches zwischen Herrn Prof. Tronnier (als Vorsitzender der NDG e. V.) und Frau Prof. Welzel (Postpräsidentin der DDG) zur Zukunft der Dermatologie finden sich auf https://norddeutsche-dermatologen.de.

Authors

Institutions

Publication Details

Journal
JDDG Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft
Published
2025-12-01
DOI
https://doi.org/10.1111/ddg.16016_g
Primary Topic
Medicine and Dermatology Studies History
Type
article
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MAR
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MAY
JUN
JUL
AUG
SEP
OCT
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96. Jahrestagung der Norddeutschen Dermatologischen Gesellschaft

Pavel Grünwald, Johannes Wohlrab, Michael Tronnier, Steffen Emmert et al.
JDDG Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft
Medicine and Dermatology Studies History
article

96. Jahrestagung der Norddeutschen Dermatologischen Gesellschaft

Pavel Grünwald, Johannes Wohlrab, Michael Tronnier, Steffen Emmert, Markus Zutt
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Abstract

Am letzten Augustwochenende (29.08.–31.08.2025) fand an der Ostsee die 96. Jahrestagung der Norddeutschen Dermatologischen Gesellschaft (NDG) in Rostock/Hohe Düne statt, an der neben treuen Stammgästen auch viele neue junge Ärztinnen/Ärzte und Wissenschaftler:innen teilnahmen. Wie bewährt bestand das Tagungsvorprogramm am Freitag, dem 29.08.2025, aus fünf praktisch orientierten Kursen: Während Dr. Dr. Ole Jung (Rostock) Interessierte in minimal-invasiver ästhetischer Behandlung in die Hautklinik Rostock einlud, begeisterten im Kongresszentrum Hohe Düne Dr. Dieter Reinel und Dr. Andreas Montag (beide Hamburg) zusammen mit Dr. Rüdiger Panzer (Rostock) die Teilnehmer durch Ihre Expertise in der Tropen- und Reisedermatologie. Prof. Dr. Markus Zutt (Bremen) brachte indes in gewohnt systematischer Weise die Feinheiten der Ultraschalldiagnostik an studentischen Probandinnen nahe. Nicht zuletzt stach der beliebte praktische Kurs in Auflichtmikroskopie von Priv.-Doz. Dr. Dr. Jürgen Kreusch (Lübeck) durch maximale Teilnehmerzahlen hervor. Zur Eröffnung der Jahrestagung begrüßten Dr. Andreas Timmel (Bergen auf Rügen) als Vorsitzender des BVDD-Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern und der NDG Vorsitzende Dr. Michael Tronnier (Hildesheim) die bereits zahlreichen Anwesenden und betonten mit Augenzwinkern die besonderen Vorzüge des ausrichtenden Bundeslandes. Im Assistent:innen-Forum präsentierten neun jungen Kliniker:innen und Wissenschaftler:innen, ihre interessanten Arbeiten und klinischen Fälle. Im Anschluss demonstrierte Prof. Dr. Julia Welzel (Augsburg) in dem Vortrag „Moderne dermatologische Lehre – von Moulagen zu Avataren“, wie etablierte Lehrmethoden um faszinierende innovative Techniken ergänzt werden können. Am Samstagmorgen, dem 30.08.2025, begann die Tagung erfrischend mit der Diaklinik, in der acht Fälle von seltenen Diagnosen oder unkonventionellen Therapien konzise vorgetragen wurden. In dem darauffolgenden Frühsymposium stellte Prof. Dr. Steffen Emmert (Rostock) im Vortrag „Intersektorale Zusammenarbeit bei seltenen Erkrankungen“ digitale Lösungsansätze am Beispiel der Wunddokumentations-App eb:fly vor, bei der die Patientendokumentation in Echtzeit an den behandelnden Arzt übermittelt werden kann. Zum Auftakt der Plenarvorträge gab Prof. Dr. Matthias Augustin (Hamburg) unter dem Titel „Versorgungssituation dermatologischer Patienten in Deutschland 2025“ einen kurzweiligen Überblick über die aktuellen gesundheitspolitischen Akteure und bestehenden Versorgungshürden. Es folgte eine inspirierende Darstellung der Etablierung eines psychodermatologischen Studierendenseminars an der Universität Kiel durch Prof. Dr. Regine Gläser (Kiel) als Plädoyer für die „psychosomatische Dermatologie“. Im Rahmen der Plenarvorträge 2 stellte Priv.-Doz. Dr. Laura Susok (Dortmund) die praxisrelevanten Aspekte der „nichtinfektiösen Erkrankungen im Genitalbereich“ anschaulich dar. Im Anschluss präsentierte Dr. Andrea Vanegas-Ramirez (Hamburg) im „Update zur kutanen Leishmaniose“ ihre Erfahrung auf diesem Gebiet mit einem Potpourri an klinischen Bildern. Zum Abschluss der Session folgte nach einer herzlichen Laudatio durch Prof. Dr. Michael Tronnier (Hildesheim) die Ehrenvorlesung von Prof. Dr. Regina Fölster-Holst (Kiel), in der sie ihr (noch nicht abgeschlossenes!) Lebenswerk auf dem Gebiet der pädiatrischen Dermatologie, insbesondere der viralen Erkrankungen und der atopischen Dermatitis, zusammenfasste. Beim Mittagssymposium rückte Priv.-Doz. Dr. Alexander Thiem das „entzündliche Jucken“ in den Fokus und stellte dieses als ein wichtiges Therapieziel bei chronisch-entzündlichen Dermatosen dar. Die Plenarvorträge 3 widmeten sich dem Thema Hauttumoren: Während Prof. Dr. Christoffer Gebhardt (Hamburg) ein „Update zu epidermalen Tumoren“ lieferte, gab Prof. Dr. Thomas Eigentler (Berlin) einen aktuellen Überblick über die neoadjuvante Therapie beim „malignen Melanom“. Priv.-Doz. Dr. Katharina Kähler (Kiel) frischte das Wissen der Teilnehmer über die „seltenen Hauttumore“ wie das Angiosarkom oder die Adnextumoren auf. Im Nachmittagssymposium hoben Priv.-Doz. Dr. Thomas Buttgereit (Berlin) und Priv.-Doz. Dr. Undine Lippert (Göttingen) mit dem Vortrag „HAE im Griff – aktuelles Therapiemanagement in der Praxis“ die klinischen Besonderheiten des hereditären Angioödems hervor. Prof. Dr. Cord Sunderkötter (Halle/Saale) eröffnete die Plenarvorträge 4 mit einem Update über die „dermatologische Infektiologie“ und stellte dabei unter anderem neue internationale Bezeichnungen für altbekannte Entitäten wie die „infizierte Zehenzwischenraum-Intertrigo“ (vormals gramnegativer Fußinfekt) vor. Als letzter Referent des Tages hielt Dr. Andreas Montag (Hamburg) das Publikum mit einem Vortrag über die „Pellagra“ in Atem. Der diesjährige Forschungspreis der NDG (gestiftet von der Firma Galderma) in Höhe von 5000,- Euro erhielt Priv.-Doz. Dr. Alexander Thiem (Rostock) für das Projekt „Negative Gefühle bei Neurodermitis und Schuppenflechte“, bei dem er das psychische Erleben von Patienten mit chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen erforschte (Abbildung 1). Als NDG-Stipendiat des Jahres 2023/2024 berichtete Dr. Farzan Solimani (Berlin) in einem virtuellen Vortrag über sein Projekt „Elucidating the role of JAK1 inhibition as pain and itch relief drug in lichen amyloidosis“. Folgende drei Beiträge wurden in diesem Jahr jeweils mit einem mit 250,- Euro dotierten Preis ausgezeichnet: „4 Fälle einer (asymptomatischen) Neurosyphilis“ von C. Reusch und C. Sander (Hamburg) für den besten Assistentenforumsvortrag; „Papulopurpurisches Gloves and Socks Syndrom bei Parvovirus B19-Infektion – ein seltener Fall“ von M.- L. Halder, J. Weilandt, B. Sasama, S. Guski, W.K. Ludwig-Peitsch (Berlin) für den besten Diaklinikvortrag; und „Spesolimab als Therapieoption einer generalisierten pustulösen Psoriasis (GPP)“ von T.M. Krause, A. Vanegas Ramirez, M. Fischer (Hamburg) für das beste Poster. Zudem wurden diesmal vier Reisestipendien von je 250,- Euro an Dr. Isabel Heidrich (Hamburg), Janine Lackmann (Bremen), Dr. Marc Melzer (Berlin) und Dr. Katharina Otto (Hildesheim) vergeben. Den Samstag ließen die Teilnehmer:innen in ungezwungener Atmosphäre während der beliebten Schiffsfahrt auf der Unterwarnow ausklingen. Der Sonntag, 31.08.2025 begann im Rahmen der Plenarvorträge 5 traditionell mit der medizinhistorischen Reihe „Ärzte, die die Welt veränderten“. Dieses Jahr gedachte Prof. Dr. Christian Sander (Hamburg) nach einem virtuellen Gruß von Prof. Dr. Dr. Gerd Plewig (München) dem bedeutenden Münchner Dermatologen Alfred Marchionini, wobei Prof. Dr. Dr. Enno Christophers (Kiel) und Dr. Dieter Reiner (Hamburg) auch aus dem Leben und ihrer persönlichen Erfahrung mit Marchionini berichten konnten. Nach dem Sprung in die Gegenwart beleuchtete Prof. Dr. Alexander Kreuter (Oberhausen/Duisburg) die „dermatologischen Herausforderungen der letzten fünf Jahre“. Die Session schloss mit praktischen Ratschlägen von Dr. Miriam Mengoni (Lübeck) zum „Nebenwirkungsmanagement dermato-onkologischer Systemtherapien“ ab. Im letzten Symposium der Tagung gaben Priv.-Doz. Dr. Undine Lippert (Göttingen) und Priv.-Doz. Dr. Frank Siebenhaar (Berlin) einen Überblick über Definition, Diagnose und Therapie der „Systemischen Mastozytose“. Während der Plenarvorträge 6 führte zum Abschluss des Kongresses Dr. Ansgar Weyergraf (Bramsche) das Publikum übersichtlich durch die Therapiemodalitäten der „Neurodermitis“ und Priv.-Doz. Dr. Undine Lippert (Göttingen) fasste die Ursachen, Diagnose und Therapie der „Angioödeme“ eindringlich zusammen. Der Vorstand bestehend aus Prof. Dr. Michael Tronnier (Hildesheim), Prof. Dr. Johannes Wohlrab (Halle), Prof. Dr. Markus Zutt (Bremen) und Prof. Dr. Steffen Emmert (Rostock) wurde für die Tätigkeit im vergangenen Jahr entlastet und wiedergewählt. Die 97. Tagung der Norddeutschen Dermatologischen Gesellschaft wird vom 28.08. bis 30.08.2026 wie gewohnt in Rostock/Hohe Düne stattfinden (Abbildung 2). Weitere Informationen zur Tagung und der Fachgesellschaft inklusive der Videoaufzeichnung eines Gespräches zwischen Herrn Prof. Tronnier (als Vorsitzender der NDG e. V.) und Frau Prof. Welzel (Postpräsidentin der DDG) zur Zukunft der Dermatologie finden sich auf https://norddeutsche-dermatologen.de.

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