Die 16‐Tech‐Brücke: Hängebrücke mit flachen Stahlbändern

Abstrakt Die 16‐Tech‐Brücke in Indianapolis schafft eine neue multimodale Verbindung über den Fall Creek und verbindet den 16 Tech District mit dem medizinischen und wissenschaftlichen Korridor der Stadt. Das 104 m lange Bauwerk interpretiert, als erste Brücke ihrer Art in den Vereinigten Staaten, das Prinzip der Hängebrücke neu – mit einer fächerförmigen Anordnung kurzer Stahlmasten und 50 mm starken Stahlblechen, die als Zugbänder anstelle traditioneller Seile wirken. Die Geometrie wurde mithilfe numerischer Formfindung entwickelt und folgt einer Kettenlinienform, die das axiale Tragverhalten fördert. So werden die Lasten – analog zur klassischen Hängebrücke – überwiegend über Zug und Druck statt über Biegung abgetragen. Die dreifeldrige Brücke verfügt über eine 19,8 m breite Fahrbahn, von der mehr als die Hälfte Fußgängern und Radfahrern vorbehalten ist. Integrale Widerlager und Pfeiler eliminieren Lager und Fugen und verbessern die Dauerhaftigkeit. Durch vormontierte Segmente wurde die Montagezeit vor Ort verkürzt, was das Baurisiko an dem als Überschwemmungsgebiet ausgewiesenen Standort minimierte. Integrierte Beleuchtungselemente, lokal gefertigte Sitzbänke aus wiederverwendetem Holz und großzügige Aufenthaltsbereiche stärken die identitätsbildende Funktion der Brücke als öffentlicher Raum.

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Publication Details

Journal
Stahlbau
Published
2025-12-04
DOI
https://doi.org/10.1002/stab.70059
Primary Topic
Structural Engineering and Vibration Analysis
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
0.00
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Die 16‐Tech‐Brücke: Hängebrücke mit flachen Stahlbändern

Michael L. Stein, Matthias Peltz
Stahlbau
Structural Engineering and Vibration Analysis
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Die 16‐Tech‐Brücke: Hängebrücke mit flachen Stahlbändern

Michael L. Stein, Matthias Peltz
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Abstract

Abstrakt Die 16‐Tech‐Brücke in Indianapolis schafft eine neue multimodale Verbindung über den Fall Creek und verbindet den 16 Tech District mit dem medizinischen und wissenschaftlichen Korridor der Stadt. Das 104 m lange Bauwerk interpretiert, als erste Brücke ihrer Art in den Vereinigten Staaten, das Prinzip der Hängebrücke neu – mit einer fächerförmigen Anordnung kurzer Stahlmasten und 50 mm starken Stahlblechen, die als Zugbänder anstelle traditioneller Seile wirken. Die Geometrie wurde mithilfe numerischer Formfindung entwickelt und folgt einer Kettenlinienform, die das axiale Tragverhalten fördert. So werden die Lasten – analog zur klassischen Hängebrücke – überwiegend über Zug und Druck statt über Biegung abgetragen. Die dreifeldrige Brücke verfügt über eine 19,8 m breite Fahrbahn, von der mehr als die Hälfte Fußgängern und Radfahrern vorbehalten ist. Integrale Widerlager und Pfeiler eliminieren Lager und Fugen und verbessern die Dauerhaftigkeit. Durch vormontierte Segmente wurde die Montagezeit vor Ort verkürzt, was das Baurisiko an dem als Überschwemmungsgebiet ausgewiesenen Standort minimierte. Integrierte Beleuchtungselemente, lokal gefertigte Sitzbänke aus wiederverwendetem Holz und großzügige Aufenthaltsbereiche stärken die identitätsbildende Funktion der Brücke als öffentlicher Raum.

StahlbauVol. 95(2)
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