Hochfester Betonstahl Top700 als Hebel zur Emissionsreduktion im Schlitzwandbau

Abstrakt Die EU hat sich dazu verpflichtet, bis 2050 klimaneutral zu werden, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Somit wird auch in der Baubranche umfassend nach Möglichkeiten gesucht, klimawirksame Emissionen, auch bezeichnet als Global Warming Potential (GWP), zu reduzieren. Die Umsetzungsmöglichkeiten hängen von verschiedenen Faktoren ab, wie dem jeweiligen Bauteil und den vorgesehenen Materialien sowie der Bauweise. In diesem Beitrag wird mithilfe einer Ökobilanzierung am Beispiel einer Schlitzwand zur temporären Baugrubensicherung untersucht, welche Stellschrauben zur Reduzierung des GWP zur Verfügung stehen. Im Vordergrund steht der Einsatz von zwei verschiedenen Stahltypen: dem üblichen Bewehrungsstahl B500B und dem hochfesten Betonstahl Top700 (B700B) der Steeltec AG mit einer um 40 % höheren Streckgrenze. Ferner werden Reduzierungen der Querschnittsdicke und der Wechsel auf ein klinkerreduziertes Bindemittel bei der Betonherstellung betrachtet. Die Untersuchungen zeigen, dass ergänzend zu den Haupteinflussfaktoren – Betonkubatur und Klinkergehalt – der Einsatz von Top700 anstelle von B500B klimawirksame Emissionen bei der Schlitzwandherstellung weiter reduzieren kann.

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Publication Details

Journal
Beton- und Stahlbetonbau
Published
2025-12-02
DOI
https://doi.org/10.1002/best.70053
Primary Topic
Civil and Structural Engineering Research
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
0.00
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article

Hochfester Betonstahl Top700 als Hebel zur Emissionsreduktion im Schlitzwandbau

Angelika Schießl‐Pecka, Marc Zintel, Hursit Ibuk, Anne Rausch et al.
Beton- und Stahlbetonbau
Civil and Structural Engineering Research
article

Hochfester Betonstahl Top700 als Hebel zur Emissionsreduktion im Schlitzwandbau

Angelika Schießl‐Pecka, Marc Zintel, Hursit Ibuk, Anne Rausch, Paul Steinmetz
article en

Abstract

Abstrakt Die EU hat sich dazu verpflichtet, bis 2050 klimaneutral zu werden, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Somit wird auch in der Baubranche umfassend nach Möglichkeiten gesucht, klimawirksame Emissionen, auch bezeichnet als Global Warming Potential (GWP), zu reduzieren. Die Umsetzungsmöglichkeiten hängen von verschiedenen Faktoren ab, wie dem jeweiligen Bauteil und den vorgesehenen Materialien sowie der Bauweise. In diesem Beitrag wird mithilfe einer Ökobilanzierung am Beispiel einer Schlitzwand zur temporären Baugrubensicherung untersucht, welche Stellschrauben zur Reduzierung des GWP zur Verfügung stehen. Im Vordergrund steht der Einsatz von zwei verschiedenen Stahltypen: dem üblichen Bewehrungsstahl B500B und dem hochfesten Betonstahl Top700 (B700B) der Steeltec AG mit einer um 40 % höheren Streckgrenze. Ferner werden Reduzierungen der Querschnittsdicke und der Wechsel auf ein klinkerreduziertes Bindemittel bei der Betonherstellung betrachtet. Die Untersuchungen zeigen, dass ergänzend zu den Haupteinflussfaktoren – Betonkubatur und Klinkergehalt – der Einsatz von Top700 anstelle von B500B klimawirksame Emissionen bei der Schlitzwandherstellung weiter reduzieren kann.

Beton- und StahlbetonbauVol. 121(1)
Firmenich (Switzerland) (CH), Koenig & Bauer (Germany) (DE)
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Civil and Structural Engineering Research
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