Betriebsausgabenabzug: (Sonder-) Betriebsausgabenabzug bei internationalen Personengesellschaften: Klarer als gedacht! — Zur Anwendung von § 3c Abs. 1 EStG und der Berücksichtigung von (Sonder-) Betriebsgaben im Umfeld freigestellter Einkünfte

Zusammenfassung Die Finanzverwaltung stellt die Abzugsfähigkeit „inländischer“ (Sonder-)Betriebsausgaben im Umfeld von abkommensrechtlich freigestellten Einkünften in internationalen Personengesellschaftskonstellationen vermehrt in Frage. Zumeist wird dies auf § 3c Abs. 1 EStG (analog) gestützt, da Ausgaben zur Erzielung freigestellter Einnahmen nicht abziehbar seien. Zu beobachten ist in diesem Zusammenhang ebenso, dass im Inland tätigen Mitunternehmern internationaler Personengesellschaften die volle Abzugsfähigkeit ihrer Sonderbetriebsausgaben versagt wird. Zwar fehlen Rechtsprechung und ausführliche Auseinandersetzungen in der Literatur zu diesem Thema. In beiden Fällen führt aber die systematische Anwendung steuerlicher Grundsätze unter Gleichstellung des Gesamthands- und Sonderbereichs zu dem klaren Ergebnis, dass eine (teilweise) Abzugsbeschränkung von (Sonder-)Betriebsausgaben weder eine gesetzliche Grundlage hat noch systematisch geboten ist.

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Publication Details

Journal
Internationale SteuerRundschau
Published
2025-10-01
DOI
https://doi.org/10.9785/isr-2025-141003
Primary Topic
Corporate Taxation and Avoidance
Type
article
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Betriebsausgabenabzug: (Sonder-) Betriebsausgabenabzug bei internationalen Personengesellschaften: Klarer als gedacht! — Zur Anwendung von § 3c Abs. 1 EStG und der Berücksichtigung von (Sonder-) Betriebsgaben im Umfeld freigestellter Einkünfte

Florian Oppel
Internationale SteuerRundschau
Corporate Taxation and Avoidance
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Betriebsausgabenabzug: (Sonder-) Betriebsausgabenabzug bei internationalen Personengesellschaften: Klarer als gedacht! — Zur Anwendung von § 3c Abs. 1 EStG und der Berücksichtigung von (Sonder-) Betriebsgaben im Umfeld freigestellter Einkünfte

Florian Oppel
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Abstract

Zusammenfassung Die Finanzverwaltung stellt die Abzugsfähigkeit „inländischer“ (Sonder-)Betriebsausgaben im Umfeld von abkommensrechtlich freigestellten Einkünften in internationalen Personengesellschaftskonstellationen vermehrt in Frage. Zumeist wird dies auf § 3c Abs. 1 EStG (analog) gestützt, da Ausgaben zur Erzielung freigestellter Einnahmen nicht abziehbar seien. Zu beobachten ist in diesem Zusammenhang ebenso, dass im Inland tätigen Mitunternehmern internationaler Personengesellschaften die volle Abzugsfähigkeit ihrer Sonderbetriebsausgaben versagt wird. Zwar fehlen Rechtsprechung und ausführliche Auseinandersetzungen in der Literatur zu diesem Thema. In beiden Fällen führt aber die systematische Anwendung steuerlicher Grundsätze unter Gleichstellung des Gesamthands- und Sonderbereichs zu dem klaren Ergebnis, dass eine (teilweise) Abzugsbeschränkung von (Sonder-)Betriebsausgaben weder eine gesetzliche Grundlage hat noch systematisch geboten ist.

Internationale SteuerRundschauVol. 14(10)
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Corporate Taxation and Avoidance
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