Casanova als Bibliothekar in Dux

Zusammenfassung Casanova, dessen Geburt sich 2025 zum 300. Mal jährte, ist heute vor allem als Lebemann und Frauenheld bekannt. Zu seiner Zeit war er jedoch ein in ganz Europa hoch angesehener Intellektueller. Er verkehrte mit den Mächtigen seiner Zeit, darunter Friedrich der Große von Preußen und Katharina die Große von Russland. Viele intellektuelle Größen seiner Zeit kannte er persönlich, wie Voltaire und D’Alembert. Casanova war aufgrund seiner großen Belesenheit und seines Talents zum Schreiben etwas Besonderes. Dies zeigte sich gegen Ende seines Lebens, als er eine Einladung von Graf Waldstein in dessen Schloss in Dux, Böhmen, annahm, wo er sich um die damals bereits bedeutende Bibliothek des Grafen kümmern sollte; seine Ernennung zum „Bibliothekar“ war mehr oder weniger eine Formalie. Er nutzte seine Zeit in der Provinz hauptsächlich, um als der Autor zu glänzen, der er immer sein wollte. Zu Lebzeiten erhielt er diese Anerkennung nicht. Seine berühmten Memoiren, die ebenfalls auf Schloss Dux entstanden, wurden erst posthum zu einem öffentlichen Erfolg. Heute gilt das Werk als eines der wichtigsten Bücher über die höfische Epoche in Europa.

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Information - Wissenschaft & Praxis
Published
2025-11-28
DOI
https://doi.org/10.1515/iwp-2025-2048
Primary Topic
Historical Influence and Diplomacy
Type
article
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Casanova als Bibliothekar in Dux

Klaus Kempf
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Historical Influence and Diplomacy
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Casanova als Bibliothekar in Dux

Klaus Kempf
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Abstract

Zusammenfassung Casanova, dessen Geburt sich 2025 zum 300. Mal jährte, ist heute vor allem als Lebemann und Frauenheld bekannt. Zu seiner Zeit war er jedoch ein in ganz Europa hoch angesehener Intellektueller. Er verkehrte mit den Mächtigen seiner Zeit, darunter Friedrich der Große von Preußen und Katharina die Große von Russland. Viele intellektuelle Größen seiner Zeit kannte er persönlich, wie Voltaire und D’Alembert. Casanova war aufgrund seiner großen Belesenheit und seines Talents zum Schreiben etwas Besonderes. Dies zeigte sich gegen Ende seines Lebens, als er eine Einladung von Graf Waldstein in dessen Schloss in Dux, Böhmen, annahm, wo er sich um die damals bereits bedeutende Bibliothek des Grafen kümmern sollte; seine Ernennung zum „Bibliothekar“ war mehr oder weniger eine Formalie. Er nutzte seine Zeit in der Provinz hauptsächlich, um als der Autor zu glänzen, der er immer sein wollte. Zu Lebzeiten erhielt er diese Anerkennung nicht. Seine berühmten Memoiren, die ebenfalls auf Schloss Dux entstanden, wurden erst posthum zu einem öffentlichen Erfolg. Heute gilt das Werk als eines der wichtigsten Bücher über die höfische Epoche in Europa.

Information - Wissenschaft & PraxisVol. 77(1)
Munich University of Applied Sciences (DE), München Klinik (DE), Stadtwerke München (Germany) (DE)
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Historical Influence and Diplomacy
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