Vorgehensweise zur Nachrüstung flusseiserner Geländer mit geschweißten Einspannungen
Abstrakt Denkmalgeschützte Bahnhöfe durchlaufen derzeit anspruchsvolle Umbauvorhaben zugunsten der schwellenlosen und behindertengerechten Zugänglichkeit. Historische Geländer sind dabei oft charakterprägend und erhaltenswert, da sie von den Reisenden nicht nur optisch, sondern auch haptisch wahrgenommen werden. Dennoch fallen diese Elemente immer wieder berechtigten Sicherheitsanforderungen zum Opfer. Folgende Geländerertüchtigung in St. Fiden veranschaulicht aus Sicht des Verfassers, wie diesen Bestrebungen gleichwertig begegnet werden kann. Auf Grundlage der statischen Untersuchung des vorhandenen Objekts wurden die Lastannahmen und der Nachrüstungsentwurf genehmigt, wenn auch an einen Nachweis der Schweißbarkeit des historischen Materials geknüpft. Geschweißte Verbindungen waren erforderlich, um die ursprüngliche Bausubstanz und das Erscheinungsbild wiederherzustellen. Anhand der PMI‐Verwechslungsprüfung und lichtmikroskopischer Aufnahmen des Gefüges wurde der Befund als Flusseisen eingestuft. Gegenstand der Zug‐ und Biegeversuche waren die Festigkeit und Duktilität der Nahtstellen. Die knapp gehaltene Versuchsreihe erwies sich als zielführend für eine qualitative Einschätzung des Verhaltens und zur Bestätigung der angenommenen Materialkennwerte. Sie kann durchaus auch erweitert werden, um daraus quantitative Eigenschaften eines Untersuchungsgegenstands abzuleiten.
Authors
- Thomas Ekwall
Institutions
- Thomas University (US)
Publication Details
- Journal
- Stahlbau
- Published
- 2025-11-28
- DOI
- https://doi.org/10.1002/stab.70058
- Primary Topic
- Civil and Structural Engineering Research
- Type
- article
- Field-Weighted Citation Impact
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