Mit-ein-ander-werden

Abstract Der Artikel befasst sich mit der Frage, wie speziesübergreifende Beziehungen im Anthropozän dazu beitragen können, neue Formen des Miteinanders zu entwickeln, die das menschliche Subjekt als relational eingebunden erkennen und Verantwortung in einer mehr-als-menschlichen Welt fördern. Anhand des künstlerischen Projekts „Parlament der Dinge, Tiere, Pflanzen und Algorithmen“, an dem Seraina Dür und Jonas Gillmann seit 2019 mit dreizehn Tauben als artenübergreifende Kompanie arbeiten, untersucht der Beitrag, inwiefern Interspezies-Erzählungen und performative Praktiken ein neues Verständnis von Fürsorge und wechselseitigem Mit-Werden ermöglichen. Ausgehend von Emmanuel Lévinas’ ethischen Überlegungen und Donna Haraways Konzept der response-ability wird analysiert, wie solche speziesübergreifenden Begegnungen zu weniger anthropozentrischen Welteinstellungen und zur Etablierung eines relationalen Humanismus beitragen können. Der Artikel reflektiert diese Ansätze pädagogisch-anthropologisch und beleuchtet deren Bewandtnis für Bildungsprozesse im Anthropozän.

Authors

Publication Details

Journal
Paragrana
Published
2025-11-19
DOI
https://doi.org/10.1515/para-2025-0032
Primary Topic
Humanities and Social Sciences
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
0.00
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article

Mit-ein-ander-werden

Sarah Lopper
Paragrana
Humanities and Social Sciences
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Mit-ein-ander-werden

Sarah Lopper
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Abstract

Abstract Der Artikel befasst sich mit der Frage, wie speziesübergreifende Beziehungen im Anthropozän dazu beitragen können, neue Formen des Miteinanders zu entwickeln, die das menschliche Subjekt als relational eingebunden erkennen und Verantwortung in einer mehr-als-menschlichen Welt fördern. Anhand des künstlerischen Projekts „Parlament der Dinge, Tiere, Pflanzen und Algorithmen“, an dem Seraina Dür und Jonas Gillmann seit 2019 mit dreizehn Tauben als artenübergreifende Kompanie arbeiten, untersucht der Beitrag, inwiefern Interspezies-Erzählungen und performative Praktiken ein neues Verständnis von Fürsorge und wechselseitigem Mit-Werden ermöglichen. Ausgehend von Emmanuel Lévinas’ ethischen Überlegungen und Donna Haraways Konzept der response-ability wird analysiert, wie solche speziesübergreifenden Begegnungen zu weniger anthropozentrischen Welteinstellungen und zur Etablierung eines relationalen Humanismus beitragen können. Der Artikel reflektiert diese Ansätze pädagogisch-anthropologisch und beleuchtet deren Bewandtnis für Bildungsprozesse im Anthropozän.

ParagranaVol. 34(2)
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