Zunahme oder Abnahme digitaler Ungleichheit?

Zusammenfassung Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, ob die herkunftsspezifischen Unterschiede in den Computer- und Medienkompetenzen der Schüler*innen in den vergangenen 20 Jahren zu- oder abgenommen haben. Anhand der Unterscheidung von Zugangs- und Nutzungsunterschieden werden verschiedene theoretische Erwartungen hinsichtlich der Entwicklung digitaler Ungleichheit skizziert. Die theoretischen Überlegungen werden anhand der PISA-Daten für einen Zeitraum von 20 Jahren (2000–2022) überprüft. Deskriptiv lässt sich erkennen, dass sich die Zugangsmöglichkeiten zu digitalen Ressourcen über die Zeit verbessert haben, aber dass weiterhin herkunftsspezifische Unterschiede in Zugang und Nutzung digitaler Ressourcen bestehen. Auf Basis logistischer Regressionsanalysen und KHB-Effektdekompositionen wird ersichtlich, dass sich die Wirkungszusammenhänge zwischen den verschiedenen Einflussgrößen über die Zeit verändern und die sozialen Unterschiede in den selbsteingeschätzten Computer- und Medienkompetenzen der Schüler*innen in den vergangenen 20 Jahren signifikant zugenommen haben.

Authors

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Publication Details

Journal
Zeitschrift für Soziologie
Published
2025-11-12
DOI
https://doi.org/10.1515/zfsoz-2025-2026
Primary Topic
Gender and Technology in Education
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
0.00
Controls
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article

Zunahme oder Abnahme digitaler Ungleichheit?

Birgit Becker, Markus Lörz
Zeitschrift für Soziologie
Gender and Technology in Education
article

Zunahme oder Abnahme digitaler Ungleichheit?

Birgit Becker, Markus Lörz
article en

Abstract

Zusammenfassung Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, ob die herkunftsspezifischen Unterschiede in den Computer- und Medienkompetenzen der Schüler*innen in den vergangenen 20 Jahren zu- oder abgenommen haben. Anhand der Unterscheidung von Zugangs- und Nutzungsunterschieden werden verschiedene theoretische Erwartungen hinsichtlich der Entwicklung digitaler Ungleichheit skizziert. Die theoretischen Überlegungen werden anhand der PISA-Daten für einen Zeitraum von 20 Jahren (2000–2022) überprüft. Deskriptiv lässt sich erkennen, dass sich die Zugangsmöglichkeiten zu digitalen Ressourcen über die Zeit verbessert haben, aber dass weiterhin herkunftsspezifische Unterschiede in Zugang und Nutzung digitaler Ressourcen bestehen. Auf Basis logistischer Regressionsanalysen und KHB-Effektdekompositionen wird ersichtlich, dass sich die Wirkungszusammenhänge zwischen den verschiedenen Einflussgrößen über die Zeit verändern und die sozialen Unterschiede in den selbsteingeschätzten Computer- und Medienkompetenzen der Schüler*innen in den vergangenen 20 Jahren signifikant zugenommen haben.

Zeitschrift für SoziologieVol. 54(4)
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Gender and Technology in Education
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