Besitzbare Körper, koloniale Imaginationen

Abstract What does it mean to be human? Mit einer postkolonialen Infragestellung hegemonialer Konzeptionen des Humanen (McKittrick 2015, S. 49) geht eine Differenzierung von Wissensordnungen einher, die machtvolle Herstellungsprozesse scheinbar „natürlicher“ Wirklichkeiten bestimmbar macht. Planetarische Ansätze fokussieren im Hinblick auf die Frage, was es heißt, Mensch zu sein (vgl. Wulf 2022), Ungleichheits- und Verantwortungsverhältnisse in Diskursen zum Anthropozän und untersuchen hierbei den Nachhall kolonialer Gewalt und Ausbeutung sowie kapitalistische Strukturen in Kontexten des sogenannten „kolonialfossilen Narrativ[s]“ (Otto 2023, S. 27; vgl. Yusoff 2018; Gabrys 2018; Haraway 2015). – Bei der Analyse von Erkenntnislogiken planetarer Krisen lässt sich am Beispiel eines historischen schulischen Segregationskonzepts im Raum Deutschland zeigen, wie binäre Ordnungen Mensch/Natur und damit einhergehende kolonial-kapitalistische Besitzregime in Menschenverständnissen des Anthropozäns widerhallen. Auf diese Weise verknüpft der Beitrag rassismuskritische mit planetarischen Forschungsperspektiven und inspiriert eine erziehungswissenschaftliche Reflexion zu Verständnissen des Menschen im Kontext sogenannter „Gastarbeit“ und separierender Beschulungspraktiken.

Authors

Publication Details

Journal
Paragrana
Published
2025-11-19
DOI
https://doi.org/10.1515/para-2025-0021
Primary Topic
German Colonialism and Identity Studies
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
0.00
Controls
|||
ALL TIME
JAN
FEB
MAR
APR
MAY
JUN
JUL
AUG
SEP
OCT
article

Besitzbare Körper, koloniale Imaginationen

Cristina Diz Muñoz
Paragrana
German Colonialism and Identity Studies
article

Besitzbare Körper, koloniale Imaginationen

Cristina Diz Muñoz
article en

Abstract

Abstract What does it mean to be human? Mit einer postkolonialen Infragestellung hegemonialer Konzeptionen des Humanen (McKittrick 2015, S. 49) geht eine Differenzierung von Wissensordnungen einher, die machtvolle Herstellungsprozesse scheinbar „natürlicher“ Wirklichkeiten bestimmbar macht. Planetarische Ansätze fokussieren im Hinblick auf die Frage, was es heißt, Mensch zu sein (vgl. Wulf 2022), Ungleichheits- und Verantwortungsverhältnisse in Diskursen zum Anthropozän und untersuchen hierbei den Nachhall kolonialer Gewalt und Ausbeutung sowie kapitalistische Strukturen in Kontexten des sogenannten „kolonialfossilen Narrativ[s]“ (Otto 2023, S. 27; vgl. Yusoff 2018; Gabrys 2018; Haraway 2015). – Bei der Analyse von Erkenntnislogiken planetarer Krisen lässt sich am Beispiel eines historischen schulischen Segregationskonzepts im Raum Deutschland zeigen, wie binäre Ordnungen Mensch/Natur und damit einhergehende kolonial-kapitalistische Besitzregime in Menschenverständnissen des Anthropozäns widerhallen. Auf diese Weise verknüpft der Beitrag rassismuskritische mit planetarischen Forschungsperspektiven und inspiriert eine erziehungswissenschaftliche Reflexion zu Verständnissen des Menschen im Kontext sogenannter „Gastarbeit“ und separierender Beschulungspraktiken.

ParagranaVol. 34(2)
Openalex Percentile: Top 64%
German Colonialism and Identity Studies
AI Navigator

Ask Laika to Summarize, Analyze, and Connect papers live on the map.

Summarize Papers & Methodologies

Extract key findings, datasets, and comparative methods across publications.

Benchmark Rankings & Visual Analytics

Rank top research institutions, authors, funders, topics, and journals by Field-Weighted Citation Impact (FWCI) and paper volume with instant charts.

Connect Distant Disciplines

Bridge topological clusters on the map to find hidden collaborative intersections.

Besitzbare Körper, koloniale Imaginationen — Cristina Diz Muñoz · Paragrana (2025) | TGRS Research Map | TGRS