Nachweis erforderlicher Ankerlängen mit der FEM bei zweifacher Rückverankerung und Wandeinspannung
Abstrakt Im Beitrag wird untersucht, ob der Nachweis der Mindestlänge von Verpressankern bei der Stützung von Verbauwänden mit der Finite‐Elemente‐Methode (FEM) auch dann zu plausiblen Ergebnissen führt, wenn die Verbauwand zusätzlich am Erdwiderlager eingespannt ist. Dadurch soll gezeigt werden, dass der zugehörige Nachweis der erforderlichen Ankerlänge nicht nur über den etablierten „Nachweis der Standsicherheit in der tiefen Gleitfuge“ geführt werden kann, sondern auch bei einer entsprechenden Festigkeitsreduktion im Anschluss an eine FEM‐Berechnung, wie das absehbar durch die zukünftig europaweit gültige Normung durch den Eurocode 7 grundsätzlich ermöglicht wird. Bei den Überlegungen wird auch der Nachweis gegen Versagen des Erdwiderlagers einbezogen. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der Ermittlung der Bruchmechanismen im Untergrund zu. Eine Frage ist, ob sich bei einer Variation beider Ankerlängen sowie des Erdwiderlagers die unterschiedlichen Bruchmechanismen einstellen, wie sie bei den klassischen Verfahren vorgegeben werden. Ebenfalls soll gezeigt werden, wie sich die mit der FEM berechnete Standsicherheit über die Bauphasen hinweg entwickelt. Daraus lassen sich Erkenntnisse über die spezielle Rolle der Einbindung des Wandfußes und Aspekte zur Optimierung einer derartigen Verbaukonstruktion gewinnen.
Authors
- Eugen Perau (ORCID: https://orcid.org/0000-0002-2699-6091)
- Toni Wüster (ORCID: https://orcid.org/0009-0009-8587-9563)
Institutions
- G.E.O.S. Ingenieurgesellschaft (Germany) (DE)
- University of Duisburg-Essen (DE)
Publication Details
- Journal
- Bautechnik
- Published
- 2025-11-24
- DOI
- https://doi.org/10.1002/bate.70049
- Primary Topic
- Civil and Structural Engineering Research
- Type
- article
- Field-Weighted Citation Impact
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