Auslegungsfragen des Realisationsprinzips
Zusammenfassung Theoretisch exakt lässt sich der Gewinn eines Unternehmens nicht auf einzelne Jahre aufteilen. Als Hilfsmittel, als zentrale Konvention der Periodisierung wird das Realisationsprinzip herangezogen. Es lässt sich als Dreh- und Angelpunkt der Gewinnermittlung begreifen: Das Realisationsprinzip legt fest, wann und in welcher Höhe Erträge entstehen, indem die bilanzielle Gewinnentstehung an den Zeitpunkt der Lieferung oder Leistung geknüpft wird, und verlangt, diejenigen Ausgaben dem Umsatz zuzuordnen, die zu seiner Erbringung beigetragen haben. Es legt damit letztlich auch fest, was als Aktivum oder Passivum in der Bilanz zu erfassen ist. In Einzelfragen bedarf das Realisationsprinzip der weiteren Konkretisierung. Hierzu soll der folgende Aufsatz beitragen.
Authors
- Holger Kahle
Publication Details
- Journal
- FinanzRundschau
- Published
- 2025-10-01
- DOI
- https://doi.org/10.9785/fr-2025-1072003
- Primary Topic
- Financial Reporting and Valuation Research
- Type
- article
- Field-Weighted Citation Impact
- 0.00