Bemessung und Konstruktion von Schutzbauwerken der Wildbachverbauung
Abstrakt Die Bemessung und Konstruktion von Schutzbauwerken der Wildbachverbauung ist eine interdisziplinäre Aufgabe. Die Einwirkungen werden aus den naturräumlich beeinflussten Abflussprozessen in den Bächen abgeleitet. Bei der Bemessung und Konstruktion dieser Bauwerke sind bautechnische (meist Massivbau) und geotechnische Aspekte zu berücksichtigen. Um die in diesem Fachbereich tradierten Vorgehensweisen zu vereinheitlichen und mit dem Eurocode‐Konzept kompatibel zu machen, wurde im April 2025, aufbauend auf die viertteilige ONR‐24800‐Reihe, die ÖNORM B 4800 Schutzbauwerke der Wildbachverbauung [1] am Austrian Standards Institute veröffentlicht. Diese Norm regelt die Vorgehensweise beim Entwurf, der Konstruktion, der Bemessung und der Instandhaltung von Schutzbauwerken der Wildbachverbauung. Im vorliegenden Artikel sollen die wesentlichen Aspekte zur Bemessung und Konstruktion von Wildbachsperren, basierend auf dieser Norm, sowie neue wissenschaftliche Erkenntnisse über die Einwirkungen auf Schutzbauwerke dargestellt werden. Ein ausreichend robustes Bauwerk resultiert aus einem optimalen Entwurf, der bautechnischen/geotechnischen Bemessung nach einschlägigen Bautechniknormen und einer geeigneten konstruktiven Durchbildung der Bauteile. Neben diesen Aspekten kommt der Festlegung der Einwirkungen auf bewährten und erprobten Modellen, besonders unter Beachtung sich ändernder Rahmenbedingungen durch den Klimawandel, besondere Bedeutung zu.
Authors
- Jürgen Suda (ORCID: https://orcid.org/0000-0002-2519-5276)
- Robert Hofmann (ORCID: https://orcid.org/0000-0002-7468-5060)
Institutions
- Universität Innsbruck (AT)
- Bundesamt für Wasserwirtschaft (AT)
Publication Details
- Journal
- Bautechnik
- Published
- 2025-11-19
- DOI
- https://doi.org/10.1002/bate.70050
- Primary Topic
- Civil and Structural Engineering Research
- Type
- article
- Field-Weighted Citation Impact
- 0.00