Einsatz nichtinvasiver optischer Bildgebung in der Dermatologie
Zusammenfassung Die nichtinvasive bildgebende Diagnostik von Hautveränderungen besitzt sowohl in der dermatologischen Forschung als auch Praxis einen hohen Stellwert. Während die konfokale Lasermikroskopie (KLM) aufgrund ihrer hohen Auflösung vornehmlich zur Beurteilung melanozytärer Läsionen eingesetzt wird, kommt die optische Kohärenztomographie (OCT) wegen ihrer höheren Eindringtiefe insbesondere bei nichtmelanozytären Hauttumoren zur Anwendung. Die Line‐field konfokale optische Kohärenztomographie (LC‐OCT) kombiniert die Techniken der KLM und OCT und bietet so eine Darstellbarkeit der Haut bis zur oberflächlichen Dermis bei gleichzeitig zellulärer Auflösung. Die Visualisierung der Hautveränderungen kann horizontal, vertikal, im 3D‐Modus oder als Video in Echtzeit erfolgen. Die Auswertung der Messung kann bei Bedarf durch künstliche Intelligenz unterstützt werden. Das Einsatzgebiet der LC‐OCT umfasst sowohl melanozytäre als auch nichtmelanozytäre Läsionen. Zudem zeigen vorläufige Studien ein hohes Potenzial in der Diagnostik und Therapiekontrolle entzündlicher und infektiöser Hauterkrankungen. Trotzdem haben die KLM und die OCT bei speziellen Fragestellungen wie Tumoren, bei denen eine besonders hohe Auflösung nötig ist oder die eine Eindringtiefe > 500 µm besitzen, weiterhin ihren Stellenwert.
Authors
- Elisabeth Klein
- Julia Welzel (ORCID: https://orcid.org/0000-0002-6099-7418)
- Sandra Schuh (ORCID: https://orcid.org/0000-0002-1470-7619)
- Hanna Wirsching
- Deborah Winkler (ORCID: https://orcid.org/0009-0007-5902-4989)
- Tamara Eyssele
- Amelie Glanzer
Institutions
- Augsburg University (US)
- University Hospital Augsburg (DE)
Publication Details
- Journal
- JDDG Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft
- Published
- 2025-11-01
- DOI
- https://doi.org/10.1111/ddg.15980_g
- Primary Topic
- Cutaneous Melanoma Detection and Management
- Type
- article
- Field-Weighted Citation Impact
- 0.00