Interventionelle Varizentherapie mittels endoluminaler Laserablation (1940 nm) bei Patienten mit Ehlers‐Danlos‐Syndromen: zwei Fallberichte

Zusammenfassung Die chronische venöse Insuffizienz bei Patienten mit Ehlers‐Danlos‐Syndromen stellt Ärzte vor die mitunter schwierige Indikationsstellung operativer Sanierungsmaßnahmen. Durch Gefäßfragilität kommt es insbesondere bei offenen operativen Eingriffen gehäuft zu Komplikationen wie Gefäßeinrissen oder Rupturen mit komplizierter Blutstillung und den daraus resultierenden teils lebensgefährlichen Folgen. Die Verletzlichkeit von Gefäßen unterscheidet sich in ihrer Ausprägung zwischen den verschiedenen Subtypen der Ehlers‐Danlos‐Syndrome, kann jedoch subtypübergreifend beobachtet werden. Wir führten therapeutisch die endoluminale crossennahe Laserablation insuffizienter Stammvenen bei zwei Patienten mit Ehlers‐Danlos‐Syndromen unter Verwendung einer 1940 nm Radialfaser durch und konnten hierdurch einen adäquaten Verschluss der behandelten Gefäße ohne Auftreten intra‐ oder postoperativer Komplikationen erzielen. Das hier erstmals beschriebene Verfahren stellt eine Schnittstelle zwischen konservativer Varizentherapie und offener chirurgischer Versorgung dar und kann bei Patienten mit Ehlers‐Danlos‐Syndrom, insbesondere bei unzureichender Symptomkontrolle oder kompliziertem Krankheitsverlauf, erwogen werden.

Authors

Institutions

Publication Details

Journal
JDDG Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft
Published
2025-11-01
DOI
https://doi.org/10.1111/ddg.15812_g
Primary Topic
Connective tissue disorders research
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
0.00
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article

Interventionelle Varizentherapie mittels endoluminaler Laserablation (1940 nm) bei Patienten mit Ehlers‐Danlos‐Syndromen: zwei Fallberichte

Markus Stücker, Iliana Tantcheva‐Poór
JDDG Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft
Connective tissue disorders research
article

Interventionelle Varizentherapie mittels endoluminaler Laserablation (1940 nm) bei Patienten mit Ehlers‐Danlos‐Syndromen: zwei Fallberichte

Markus Stücker, Iliana Tantcheva‐Poór
article en

Abstract

Zusammenfassung Die chronische venöse Insuffizienz bei Patienten mit Ehlers‐Danlos‐Syndromen stellt Ärzte vor die mitunter schwierige Indikationsstellung operativer Sanierungsmaßnahmen. Durch Gefäßfragilität kommt es insbesondere bei offenen operativen Eingriffen gehäuft zu Komplikationen wie Gefäßeinrissen oder Rupturen mit komplizierter Blutstillung und den daraus resultierenden teils lebensgefährlichen Folgen. Die Verletzlichkeit von Gefäßen unterscheidet sich in ihrer Ausprägung zwischen den verschiedenen Subtypen der Ehlers‐Danlos‐Syndrome, kann jedoch subtypübergreifend beobachtet werden. Wir führten therapeutisch die endoluminale crossennahe Laserablation insuffizienter Stammvenen bei zwei Patienten mit Ehlers‐Danlos‐Syndromen unter Verwendung einer 1940 nm Radialfaser durch und konnten hierdurch einen adäquaten Verschluss der behandelten Gefäße ohne Auftreten intra‐ oder postoperativer Komplikationen erzielen. Das hier erstmals beschriebene Verfahren stellt eine Schnittstelle zwischen konservativer Varizentherapie und offener chirurgischer Versorgung dar und kann bei Patienten mit Ehlers‐Danlos‐Syndrom, insbesondere bei unzureichender Symptomkontrolle oder kompliziertem Krankheitsverlauf, erwogen werden.

JDDG Journal der Deutschen Dermatologischen GesellschaftVol. 23(11)
Austrian Society of Dermatology and Venereology (AT), Katholisches Klinikum Bochum (DE)
Openalex Percentile: Top 64%
Connective tissue disorders research
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