Sommerlicher Wärmeschutz historischer Gebäude im Wandel der Zeit

Abstrakt Deutschland verfügt über einen alten Gebäudebestand. Rund 25 % aller Gebäude mit Wohnraum wurden vor 1950 errichtet. Auch diese Gebäude bzw. der Baubestand müssen unter zukünftigen, extremeren klimatischen Bedingungen funktionieren. Die zentrale Forschungsfrage dieser Arbeit lautet daher: Wie verändert sich der sommerliche Wärmeschutz historischer Gebäude unterschiedlicher Baualtersklassen unter den prognostizierten Klimaszenarien bis zum Jahr 2100? Zur Beantwortung dieser Frage werden drei repräsentative Gebäude aus dem Raum Stuttgart untersucht. Es handelt sich dabei um ein Fachwerkhaus (um 1800), ein Gründerzeithaus (1886) und ein Bauhaus‐Gebäude aus der Weißenhofsiedlung (1927). Als Referenz dient ein fiktives Gebäude mit Außenbauteilen gemäß den Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Das thermische Verhalten der Gebäude wird mit der hygrothermischen Simulationssoftware Wufi ® Plus analysiert. Grundlage bilden historische, aktuelle und prognostizierte Klimadatensätze (2050 und 2100) für den Standort Stuttgart unter Verwendung der IPCC‐Szenarien RCP 2.6, RCP 4.5 und RCP 8.5. Zusätzlich werden Parameterstudien zur Lage des untersuchten Raums im Gebäude (horizontal/vertikal), zur Orientierung und zum Einfluss von Sonnenschutzsystemen durchgeführt. Insgesamt werden 4608 Gebäudesimulationen ausgewertet, um den Einfluss klimatischer Veränderungen auf den sommerlichen Wärmeschutz historischer Bauweisen quantitativ zu erfassen und mit heutigen Standards zu vergleichen.

Authors

Institutions

Publication Details

Journal
Bauphysik
Published
2025-11-14
DOI
https://doi.org/10.1002/bapi.70016
Primary Topic
Civil and Structural Engineering Research
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
0.00
Controls
|||
ALL TIME
JAN
FEB
MAR
APR
MAY
JUN
JUL
AUG
SEP
OCT
article

Sommerlicher Wärmeschutz historischer Gebäude im Wandel der Zeit

Holger Röseler, Pia Krause
Bauphysik
Civil and Structural Engineering Research
article

Sommerlicher Wärmeschutz historischer Gebäude im Wandel der Zeit

Holger Röseler, Pia Krause
article en

Abstract

Abstrakt Deutschland verfügt über einen alten Gebäudebestand. Rund 25 % aller Gebäude mit Wohnraum wurden vor 1950 errichtet. Auch diese Gebäude bzw. der Baubestand müssen unter zukünftigen, extremeren klimatischen Bedingungen funktionieren. Die zentrale Forschungsfrage dieser Arbeit lautet daher: Wie verändert sich der sommerliche Wärmeschutz historischer Gebäude unterschiedlicher Baualtersklassen unter den prognostizierten Klimaszenarien bis zum Jahr 2100? Zur Beantwortung dieser Frage werden drei repräsentative Gebäude aus dem Raum Stuttgart untersucht. Es handelt sich dabei um ein Fachwerkhaus (um 1800), ein Gründerzeithaus (1886) und ein Bauhaus‐Gebäude aus der Weißenhofsiedlung (1927). Als Referenz dient ein fiktives Gebäude mit Außenbauteilen gemäß den Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Das thermische Verhalten der Gebäude wird mit der hygrothermischen Simulationssoftware Wufi ® Plus analysiert. Grundlage bilden historische, aktuelle und prognostizierte Klimadatensätze (2050 und 2100) für den Standort Stuttgart unter Verwendung der IPCC‐Szenarien RCP 2.6, RCP 4.5 und RCP 8.5. Zusätzlich werden Parameterstudien zur Lage des untersuchten Raums im Gebäude (horizontal/vertikal), zur Orientierung und zum Einfluss von Sonnenschutzsystemen durchgeführt. Insgesamt werden 4608 Gebäudesimulationen ausgewertet, um den Einfluss klimatischer Veränderungen auf den sommerlichen Wärmeschutz historischer Bauweisen quantitativ zu erfassen und mit heutigen Standards zu vergleichen.

BauphysikVol. 47(6)
University of Stuttgart (DE), Fraunhofer Institute for Building Physics (DE)
Openalex Percentile: Top 64%
Civil and Structural Engineering Research
AI Navigator

Ask Laika to Summarize, Analyze, and Connect papers live on the map.

Summarize Papers & Methodologies

Extract key findings, datasets, and comparative methods across publications.

Benchmark Rankings & Visual Analytics

Rank top research institutions, authors, funders, topics, and journals by Field-Weighted Citation Impact (FWCI) and paper volume with instant charts.

Connect Distant Disciplines

Bridge topological clusters on the map to find hidden collaborative intersections.