Der Missbrauch mit sog. sekundären Freigabe-Applikationen
Zusammenfassung Der Missbrauch mit ausgespähten Kundendaten, mit denen nicht autorisierte Zahlungsvorgänge ausgelöst werden, hat in den vergangenen Monaten und Jahren in bedenklicher Weise zugenommen. Eine Konstellation hat sich zuletzt in der Gerichts- und Schlichtungspraxis als besonders dringlich erwiesen: Auffallend häufig werden „abgephishte“ Daten benutzt, um eine Bezahlungs-Applikation auf einem Gerät des Täters einzurichten, die ihm Kontrolle über das Konto des Bankkunden gibt, bis der Kunde den Missbrauch bemerkt und das Konto sperren lässt. Der Beitrag schildert diesen neuen heutigen Hauptfall des sog. Phishing und geht auf die rechtlichen Besonderheiten gegenüber den bisherigen Missbrauchssachverhalten ein, die unter dem Prinzip der Zwei-Faktor-Authentifizierung bekannt geworden sind, und welche die heutige Judikatur noch weithin prägen.
Authors
- Tim Florstedt
Institutions
- EBS University of Business and Law (DE)
Publication Details
- Journal
- Zeitschrift für Bankrecht und Bankwirtschaft
- Published
- 2025-11-14
- DOI
- https://doi.org/10.15375/zbb-2025-0404
- Primary Topic
- Diverse Legal and Medical Studies
- Type
- article
- Field-Weighted Citation Impact
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