Melasma: Herausforderungen in der Behandlung und was die aktuelle Forschung empfiehlt

Hintergrund: Clobetasol zeigt bei der Behandlung von Melasma innerhalb kurzer Zeit bemerkenswerte Ergebnisse. Aufgrund möglicher lokaler Nebenwirkungen ist seine Anwendung jedoch eingeschränkt. Bisher liegt keine kontrollierte Studie zur sequentiellen Anwendung von Clobetasol und Hydrochinon bei Melasma vor. Ziel dieser Untersuchung war es, die Verträglichkeit und Wirksamkeit einer Kombinationstherapie mit 0,05 % Clobetasol gefolgt von 4 % Hydrochinon (CLOB-HQ) im Vergleich zur alleinigen Anwendung von 4 % Hydrochinon (HQ) zu bewerten. Methodik: In einer randomisierten, doppelt verblindeten klinischen Studie wurden 50 Frauen mit Melasma im Gesicht eingeschlossen. Die Teilnehmerinnen der CLOB-HQ-Gruppe verwendeten über 14 Tage hinweg täglich abends 0,05 % Clobetasol, gefolgt von einer 46-tägigen Anwendung von 4 % Hydrochinon. Die Vergleichsgruppe (HQ) erhielt über den gesamten Zeitraum von 60 Tagen ausschließlich Hydrochinon. Die Beurteilungen erfolgten zu Beginn sowie nach 14 und 60 Tagen anhand des modifizierten Melasma Area and Severity Index (mMASI), der Melasma-spezifischen Lebensqualitätsskala (MELASQoL) und der Farbmetrik. Zusätzlich wurde die Global Aesthetic Improvement Scale (GAIS) von einer unabhängigen, verblindeten Fachperson bewertet. Ergebnisse: Zwischen den beiden Gruppen zeigten sich zu den Zeitpunkten Tag 14 und Tag 60 keine signifikanten Unterschiede in den Hauptparametern (P > 0,1). In der CLOB-HQ-Gruppe betrug die durchschnittliche Reduktion des mMASI 13,2 % (95 %-KI: 5,1–21,3 %) nach 14 Tagen und 43,1 % (32,2–54,0 %) nach 60 Tagen. In der HQ-Gruppe lagen die Werte bei 10,6 % (5,9–27,5 %) und 44,8 % (33,2–52,3 %). Sowohl die Lebensqualität (MELASQoL), die Hauthelligkeit (Farbmetrik) als auch die ästhetische Gesamtbewertung (GAIS) verbesserten sich in beiden Gruppen kontinuierlich, ohne dass signifikante Unterschiede festgestellt wurden. Schwerwiegende Nebenwirkungen traten nicht auf. Insbesondere wurden keine Fälle von Teleangiektasien, Hautatrophie oder perioraler Dermatitis im Zusammenhang mit Clobetasol beobachtet.

Authors

Publication Details

Journal
Kompass Dermatologie
Published
2025-11-10
DOI
https://doi.org/10.1159/000549095
Primary Topic
Dermatologic Treatments and Research
Type
article
Field-Weighted Citation Impact
0.00
Controls
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Melasma: Herausforderungen in der Behandlung und was die aktuelle Forschung empfiehlt

Andrea Schulz
Kompass Dermatologie
Dermatologic Treatments and Research
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Melasma: Herausforderungen in der Behandlung und was die aktuelle Forschung empfiehlt

Andrea Schulz
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Abstract

Hintergrund: Clobetasol zeigt bei der Behandlung von Melasma innerhalb kurzer Zeit bemerkenswerte Ergebnisse. Aufgrund möglicher lokaler Nebenwirkungen ist seine Anwendung jedoch eingeschränkt. Bisher liegt keine kontrollierte Studie zur sequentiellen Anwendung von Clobetasol und Hydrochinon bei Melasma vor. Ziel dieser Untersuchung war es, die Verträglichkeit und Wirksamkeit einer Kombinationstherapie mit 0,05 % Clobetasol gefolgt von 4 % Hydrochinon (CLOB-HQ) im Vergleich zur alleinigen Anwendung von 4 % Hydrochinon (HQ) zu bewerten. Methodik: In einer randomisierten, doppelt verblindeten klinischen Studie wurden 50 Frauen mit Melasma im Gesicht eingeschlossen. Die Teilnehmerinnen der CLOB-HQ-Gruppe verwendeten über 14 Tage hinweg täglich abends 0,05 % Clobetasol, gefolgt von einer 46-tägigen Anwendung von 4 % Hydrochinon. Die Vergleichsgruppe (HQ) erhielt über den gesamten Zeitraum von 60 Tagen ausschließlich Hydrochinon. Die Beurteilungen erfolgten zu Beginn sowie nach 14 und 60 Tagen anhand des modifizierten Melasma Area and Severity Index (mMASI), der Melasma-spezifischen Lebensqualitätsskala (MELASQoL) und der Farbmetrik. Zusätzlich wurde die Global Aesthetic Improvement Scale (GAIS) von einer unabhängigen, verblindeten Fachperson bewertet. Ergebnisse: Zwischen den beiden Gruppen zeigten sich zu den Zeitpunkten Tag 14 und Tag 60 keine signifikanten Unterschiede in den Hauptparametern (P > 0,1). In der CLOB-HQ-Gruppe betrug die durchschnittliche Reduktion des mMASI 13,2 % (95 %-KI: 5,1–21,3 %) nach 14 Tagen und 43,1 % (32,2–54,0 %) nach 60 Tagen. In der HQ-Gruppe lagen die Werte bei 10,6 % (5,9–27,5 %) und 44,8 % (33,2–52,3 %). Sowohl die Lebensqualität (MELASQoL), die Hauthelligkeit (Farbmetrik) als auch die ästhetische Gesamtbewertung (GAIS) verbesserten sich in beiden Gruppen kontinuierlich, ohne dass signifikante Unterschiede festgestellt wurden. Schwerwiegende Nebenwirkungen traten nicht auf. Insbesondere wurden keine Fälle von Teleangiektasien, Hautatrophie oder perioraler Dermatitis im Zusammenhang mit Clobetasol beobachtet.

Kompass DermatologieVol. 13(4)
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