Drohnenbasierte Korrosionsdetektion mit Hyperspektralaufnahmen im sichtbaren Spektrum
Abstrakt Die manuelle Korrosionsprüfung an Stahlbauwerken nach DIN 1076 ist zeit‐ und kostenintensiv und erfordert Sperrungen, die den Betrieb von Infrastrukturen beeinträchtigen. Hyperspektrale Bildgebung bietet die Möglichkeit, Korrosionsprodukte durch charakteristische Absorptionsbänder von Fe(III)‐Verbindungen im sichtbaren Spektrum berührungslos zu identifizieren. Als Anwendungsfall wird eine drohnenbasierte Korrosionsinspektion an der Brückenkappe der Norderelbbrücke in Hamburg über 270 m in 10 min Flugzeit vorgestellt. Der Inspektionsflug erfolgte im Betrieb und ermöglichte eine flächendeckende Aufnahme des Bauwerks ohne Verkehrseinschränkungen. Zur Auswertung wurde ein Hauptkomponenten‐basiertes Verfahren entwickelt, das hyperspektrale Aufnahmen von Stahloberflächen analysiert. Erste Ergebnisse zeigen, dass Korrosionsflächen zuverlässig identifiziert werden können, jedoch führen Rostfahnen zu falsch‐positiven Ergebnissen. Die Methode erlaubt eine Abschätzung der Korrosionsfläche auf Basis der bekannten Drohnenposition und einer zuvor erstellten 3D‐Punktwolke aus LiDAR‐Daten.
Authors
- Dominik Thomas (ORCID: https://orcid.org/0000-0003-0977-5411)
- М. Gündel (ORCID: https://orcid.org/0000-0003-0340-103X)
Institutions
- Helmut Schmidt University (DE)
Publication Details
- Journal
- Stahlbau
- Published
- 2025-11-07
- DOI
- https://doi.org/10.1002/stab.70055
- Primary Topic
- Infrastructure Maintenance and Monitoring
- Type
- article
- Field-Weighted Citation Impact
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