Morbus Crohn, Reizdarmsyndrom und chronische Müdigkeit: Die Bedeutung von Kommunikation und Symptommanagement – ein Fallbericht
Hintergrund: Sowohl Morbus Crohn als auch das Reizdarmsyndrom (RDS) können Bauchschmerzen und Durchfall verursachen. Das RDS ist nicht nur eine wichtige Differenzialdiagnose für Morbus Crohn, sondern tritt auch bei etwa einem Drittel der Patienten mit Morbus Crohn in Remission auf. Werden die Symptome nicht diagnostiziert und angemessen behandelt, können zusätzliche funktionelle Beschwerden wie Fatigue und/oder Muskelschmerzen auftreten, die auf einen schwereren Krankheitsverlauf hinweisen. Falldarstellung: Ein 64-jähriger Mann kaukasischer Abstammung stellte sich mit anhaltendem Durchfall, Blähungen, Bauchschmerzen, allgemeiner Müdigkeit, unerklärlichen Hüftschmerzen und häufigem Zittern mit kalten Extremitäten vor. Seine langjährige Morbus-Crohn-Erkrankung war weitgehend inaktiv. Die Symptome hatten sich nach einer Magen-Darm-Infektion und psychischem Stress verschlimmert. Eine Erklärung seiner Symptome, die auf dem Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Körper und Geist, dem autonomen Nervensystem sowie der Temperaturregulation basierte, führte in Kombination mit einer Linderung der Symptome zu einer schnellen und nachhaltigen Besserung. Nach 2,5 Jahren Nachbeobachtung ist der Patient nahezu symptomfrei.
Authors
- Roman Huber
- Johannes Haedrich
Institutions
- University Medical Center Freiburg (DE)
Publication Details
- Journal
- Kompass Autoimmun
- Published
- 2025-10-24
- DOI
- https://doi.org/10.1159/000548542
- Primary Topic
- Gastrointestinal motility and disorders
- Type
- article
- Field-Weighted Citation Impact
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