Das initiale Structural Health Monitoring der Nibelungenbrücke in Worms
Abstrakt Die 1953 errichtete Nibelungenbrücke in Worms (NBW) dient als Pilotbauwerk für die Entwicklung und Erprobung innovativer Konzepte im Bereich der Brückenerhaltung. Im Rahmen des DFG‐Schwerpunktprogramms „Hundert plus“ wurde 2023 ein Bauwerksmonitoring installiert, das kontinuierlich Umweltbedingungen und Bauwerksreaktionen in einem ausgewählten Pilotbereich erfasst. Ziel ist es, eine umfassende Datenbasis zur Zustandsbewertung der Brücke zu schaffen. Der Beitrag beschreibt das Monitoringkonzept, die Implementierung des Messsystems sowie die nutzerorientierte Datenbereitstellung für verschiedene Projektbeteiligte. Darüber hinaus werden zwei Ansätze zur messdatenbasierten Zustandsbewertung der NBW vorgestellt: (1) ein Zustandsindikator zur qualitativen Bewertung des Korrosionsrisikos der internen Spannglieder und Bewehrungen auf Basis der Kondensatbildung im Hohlkasten und (2) eine Methode zur realitätsnahen Tragsicherheitsbewertung mithilfe eines an das reale Bauwerksverhalten adaptierten Finite‐Elemente‐Modells. Beide Ansätze verdeutlichen das Potenzial von Structural Health Monitoring im Lebenszyklusmanagement von Brücken, benötigen jedoch eine weitere Vertiefung und Validierung, um fundierte Aussagen zur Zustandsbewertung zu liefern.
Authors
- Martina Schnellenbach‐Held
- Steffen Marx (ORCID: https://orcid.org/0000-0001-8735-1345)
- Chongjie Kang (ORCID: https://orcid.org/0000-0003-2694-1776)
- Chris Voigt
- Gero Marzahn (ORCID: https://orcid.org/0009-0007-2841-1986)
- Cedric Eisermann (ORCID: https://orcid.org/0009-0001-6228-3216)
- Bjarne Sprenger
Institutions
- Bundesministerium für Verkehr (DE)
- University of Duisburg-Essen (DE)
- Technische Universität Dresden (DE)
Publication Details
- Journal
- Beton- und Stahlbetonbau
- Published
- 2025-10-22
- DOI
- https://doi.org/10.1002/best.70042
- Citations
- 2
- Primary Topic
- Structural Health Monitoring Techniques
- Type
- article
- Field-Weighted Citation Impact
- 1.91