Van De Mieden, Egeste En Broke De Middeleeuwse Nederzettingsgeschiedenis Van Het Zuidwestelijk Wold-Oldambt In Kort Bestek

Kurzfassung: Im Spätmittelalter sind im westlichen Teil des Wold-Oldambts die folgenden Siedlungsentwicklungen erkennbar. Anfangs gab es ein Gebiet namens Broke oder Broek. Es war begrenzt durch die Flüße Siepsloot und Ae im Osten, der Fluß Siepsloot im Norden und das Moor im Westen und Süden. Anscheinend gab es in Broek eine Primär-Siedlung mit allerdings demselben Namen. Es entstand eine Zweiteilung des Gebiets durch die Gründung einer zweiten Siedlung, Suthabroke oderZuidbroek genannt. Zum Unterschied bekam die Primär-Siedlung den Namen Nortbroke oder Noordbroek. Die folgende Entwicklung war die Gründung einer dritten Siedlung, Mieden oder Meeden genannt, die ebenfalls vom Gebiet Zuidbroek getrennt wurde. Die drei Siedlungen im Gebiet Broek sind während des 13. und 14. Jahrhunderts durch Nässe infolge Moorschwundes, verschoben worden. So auch Meeden das ebenfalls durch eine sehr langsame Verschiebung eine Zeitlang zwei Siedlungskonzentrationen hatte, Mieden und Avermieden, wobei Avermieden die neueste Siedlung war. Dieses Dorf wird in münsterischen Dekanatsregister auf lateinisch Extengamieden und Exterigamedum genannt. Exteriga- und Extenga- soll man lesen als Extra- und Extraist identisch mit Aver-. Der Name Avermieden oder Extramieden ist zu erklären: das Dorf, das außerhalb des Dorfes Mieden liegt. Bisher hatte man unglückigerweise, zuerst Stratingh & Venema (1855), der Namen Exterigamieden oder Extegamedum irrtümlicherweise mit Eextameeden übersetzt und deshalb das Dorf Eexta (Gem. Scheemda) als Mutterdorf von Meeden angemerkt. Eine kirchliche Beziehung zwischen Meeden und Zuidbroek läßt sich aus einer Widmungstext in der Kirche von Zuidbroek konkludieren. Darüber hinaus umfassten die Dörfer Meeden, Zuidbroek und Noordbroek ein gesämtliches Rechtsgebiet. Die Parochiegrenze zwischen Meeden und Eexta wird durch die Flüße Siepsloot und Ae gebildet. Die Grenze zwischen Meeden und Zuidbroek ist größtenteils fabriziert und wird durch eine aufstreckende Parzelle gebildet. Die Relation zwischen Meeden und Zuidbroek ist klar und es gibt keine Beziehungen mit Eexta. Das Gebiet Broek habe ich als eine Primär-Parochie betrachtet. Auf diese Gedanke basiert ist die (hypothetische) Vierteilung des Wold-Oldambts und Reiderlandes. Vier Primär-Parochien die durch natürliche Grenzen geschieden sind. Primär-Siedlungen lassen sich möglicherweise durch frühe Kirchenbauten nachweisen. Die Gebiete liegen momentan weitere Untersuchungen vor.

Authors

Publication Details

Published
2026-01-09
DOI
https://doi.org/10.1201/9781003761013-14
Primary Topic
Historical and Archaeological Studies
Type
article
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Van De Mieden, Egeste En Broke De Middeleeuwse Nederzettingsgeschiedenis Van Het Zuidwestelijk Wold-Oldambt In Kort Bestek

J. Molema
Historical and Archaeological Studies
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Van De Mieden, Egeste En Broke De Middeleeuwse Nederzettingsgeschiedenis Van Het Zuidwestelijk Wold-Oldambt In Kort Bestek

J. Molema
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Abstract

Kurzfassung: Im Spätmittelalter sind im westlichen Teil des Wold-Oldambts die folgenden Siedlungsentwicklungen erkennbar. Anfangs gab es ein Gebiet namens Broke oder Broek. Es war begrenzt durch die Flüße Siepsloot und Ae im Osten, der Fluß Siepsloot im Norden und das Moor im Westen und Süden. Anscheinend gab es in Broek eine Primär-Siedlung mit allerdings demselben Namen. Es entstand eine Zweiteilung des Gebiets durch die Gründung einer zweiten Siedlung, Suthabroke oderZuidbroek genannt. Zum Unterschied bekam die Primär-Siedlung den Namen Nortbroke oder Noordbroek. Die folgende Entwicklung war die Gründung einer dritten Siedlung, Mieden oder Meeden genannt, die ebenfalls vom Gebiet Zuidbroek getrennt wurde. Die drei Siedlungen im Gebiet Broek sind während des 13. und 14. Jahrhunderts durch Nässe infolge Moorschwundes, verschoben worden. So auch Meeden das ebenfalls durch eine sehr langsame Verschiebung eine Zeitlang zwei Siedlungskonzentrationen hatte, Mieden und Avermieden, wobei Avermieden die neueste Siedlung war. Dieses Dorf wird in münsterischen Dekanatsregister auf lateinisch Extengamieden und Exterigamedum genannt. Exteriga- und Extenga- soll man lesen als Extra- und Extraist identisch mit Aver-. Der Name Avermieden oder Extramieden ist zu erklären: das Dorf, das außerhalb des Dorfes Mieden liegt. Bisher hatte man unglückigerweise, zuerst Stratingh & Venema (1855), der Namen Exterigamieden oder Extegamedum irrtümlicherweise mit Eextameeden übersetzt und deshalb das Dorf Eexta (Gem. Scheemda) als Mutterdorf von Meeden angemerkt. Eine kirchliche Beziehung zwischen Meeden und Zuidbroek läßt sich aus einer Widmungstext in der Kirche von Zuidbroek konkludieren. Darüber hinaus umfassten die Dörfer Meeden, Zuidbroek und Noordbroek ein gesämtliches Rechtsgebiet. Die Parochiegrenze zwischen Meeden und Eexta wird durch die Flüße Siepsloot und Ae gebildet. Die Grenze zwischen Meeden und Zuidbroek ist größtenteils fabriziert und wird durch eine aufstreckende Parzelle gebildet. Die Relation zwischen Meeden und Zuidbroek ist klar und es gibt keine Beziehungen mit Eexta. Das Gebiet Broek habe ich als eine Primär-Parochie betrachtet. Auf diese Gedanke basiert ist die (hypothetische) Vierteilung des Wold-Oldambts und Reiderlandes. Vier Primär-Parochien die durch natürliche Grenzen geschieden sind. Primär-Siedlungen lassen sich möglicherweise durch frühe Kirchenbauten nachweisen. Die Gebiete liegen momentan weitere Untersuchungen vor.

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